Gernot AichMichael BehrChristina Kuboth

Das Gmünder Modell zur Gesprächsführung mit Eltern (GMG)

Anwendung und Evaluation eines Kommunikationstrainings für Lehrkräfte

Kurzlink: https://www.waxmann.com/artikelART102913

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Abstract

Lehrkräfte benötigen gute Kommunikationstechniken für ihren Arbeitsalltag, vor allem, wenn sie mit Eltern reden und Familien mit der Schule zusammenbringen möchten. Viele Experten betonen diese Notwendigkeit und berichten, wie sehr Kinder und Jugendliche von einer guten Beziehung zwischen Elternhaus und Schule profitieren. Darum wurde ein viertägiges Kommunikationstraining für pädagogische Fachkräfte entwickelt und evaluiert. Es will die grundlegen-den klienten-zentrierten Beratungstechniken wie empathische Reaktion, kongruente Kommunikation und bedingungsfreie Wertschätzung verbessern. In einem within-subjects-design erhielt eine Trainingsgruppe mit 26 Lehramtsstudierenden ein 35-stündiges Training und zwei unabhängige, blinde Rater beurteilten ihre Kommunikationsfähigkeiten. Die Studie wurde drei Mal repliziert mit insgesamt 93 Tn. Bei der dritten Replikation wurde ein Follow up erhoben, das die Stabilität der Trainingseffekte zeigte. Die Pre-post-Messung beim Training erbrachte hohe Effektstärken, während eine nur theoretische Instruktion zwischen den ersten beiden Messzeitpunkte eine Baseline ohne signifikante Unterschiede zeigte. Die Studie weist hinreichende Reliabilität auf; die interne Validität ist durch das Fehlen einer Kontrollgruppe limitiert, die externe Validität ist limitiert, weil ausschließlich Studierende teilnahmen und ausschließlich theoriebasierte Variablen erhoben wurden

Schlagworte
Schule; klientenzentriert; Lehrer-Eltern Gespräch; Kommunikation; Training