Christopher GessInsa WesselsSigrid Blömeke

Domänenspezifität sozialwissenschaftlicher Forschungskompetenz

Analyse von Differential Item Functioning

Kurzlink: https://www.waxmann.com/artikelART102899

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Abstract

Um die Domänenspezifität von Forschungskompetenz innerhalb der Sozialwissenschaften zu untersuchen, wurde ein Test zur Messung von Forschungskompetenz in Sozial-, Politik-, Bildungswissenschaften und Psychologie eingesetzt. In diesem Kompetenztest wurde deklaratives und prozedurales Wissen zu quantitativen und qualitativen Forschungsmethoden sowie übergreifendes Forschungsprozesswissen erhoben. Testaufgaben zu quantitativen und qualitativen Forschungsmethoden waren zu gleicher Anzahl vorhanden. Differential Item Functioning (DIF) zwischen den Studienfächern wurde analysiert. Es wurde erwartet, dass sich Unterschiede in den Lerngelegenheiten (OTL) zwischen den Fächern im Antwortverhalten der Studierenden widerspiegeln. Wie erwartet konnte auf Basis von Unterschieden in OTL ein substantieller Anteil an Varianz zwischen DIF-Parametern der Testaufgaben erklärt werden. Psychologiestudierende zeigten eine relative Stärke in quantitativen Methoden, die Studierenden der anderen Studienfächer bei qualitativen Methoden. Die beobachteten Stärken spiegeln erwartungsgemäß die curricularen Schwerpunkte und OTL der Studienfächer wider. Zusammenfassend weisen die Ergebnisse darauf hin, dass die Bestandteile von Forschungskompetenz zwar weitgehend fachübergreifend sind, sich jedoch Unterschiede zwischen den Studienfächern zeigen, je nachdem, ob der Schwerpunkt auf quantitative oder qualitative Forschungsmethoden gelegt wird.

Schlagworte
Kompetenzmessung; Hochschuldidaktik; Forschungskompetenz; Domänenspezifität; Differential Item Functioning