Bastian LaierDenise DemskiIsabell van AckerenMarten ClausenPeter Preisendörfer

Die Bedeutung sozialer Netzwerke von Lehrkräften für evidenzbasiertes Handeln im schulischen Kontext

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Abstract

Der vorliegende Beitrag widmet sich dem Einfluss sozialer Netzwerke von Lehrkräften auf die Nutzung wissenschaftlich generierter Informationsquellen im Bildungsbereich. Empirisch wird dabei auf die Ergebnisse einer schriftlichen Netzwerkbefragung an einer berufsbildenden Schule in Rheinland-Pfalz zurückgegriffen. Befunde zur Nutzung verschiedener Informationsquellen im schulischen Kontext deuten darauf hin, dass der Fokus auf Quellen mit spezifischem Bezug zum eigenen Fachunterricht liegt. Mit einem netzwerkanalytischen Ansatz testen wir, ob individuelle Netzwerkeigenschaften einen Einfluss auf den Grad der Nutzung verschiedener Informationsquellen haben. Zusätzlich wird untersucht, inwiefern strukturell vorgegebene und individuell verortbare Netzwerkbeziehungen zwischen Lehrkräften einen Einfluss auf das Vorhandensein spezieller Austauschbeziehungen ausüben. Die Analysen des empirischen Datenmaterials zeigen, dass die Anzahl der Netzwerkpartner innerhalb eines Kommunikationsnetzwerks über bestimmte Informationsquellen deren Nutzung positiv beeinflusst. Wir stellen fest, dass das Vorhandensein dieser Austauschbeziehungen sich sowohl durch affektive als auch arbeitsbezogene Beziehungen erklären lässt. Strukturell vorgegebene Beziehungen haben dagegen kaum einen Einfluss auf die untersuchten Austauschbeziehungen.

Schlagworte
Netzwerkanalyse; Neue Steuerung; Evidenzbasierung; Lehrkräfte

APA-Zitation
Clausen, M., Demski, D., Laier, B., Preisendörfer, P. & van Ackeren, I. (2016). Die Bedeutung sozialer Netzwerke von Lehrkräften für evidenzbasiertes Handeln im schulischen Kontext. Journal for Educational Research Online (JERO), 8 (3), 100-121. Retrieved from https://www.waxmann.com/artikelART102880