Ramona Lorenz

Geschlechterunterschiede im Zentralabitur?

Fairness von High-Stakes-Tests für Jungen und Mädchen im Fach Englisch in Nordrhein-Westfalen im Kontext der Educational Governance

Kurzlink: https://www.waxmann.com/artikelART102865

freier Download

Abstract

Die fast flächendeckende Implementation des Zentralabiturs in Deutschland als Maßnahme im Kontext der Neuen Steuerung im Bildungswesen ist eng mit dem Ziel verbunden, die Vergleichbarkeit von Schulabschlüssen und schulischen Leistungen insgesamt zu erhöhen und durch zentrale Prüfungen die Fairness von Leistungsfeststellungen im Sinne der Komparabilitätsfunktion zentraler Prüfungsformate zu sichern. Bisher ist jedoch nicht bekannt und untersucht, ob das Zentralabitur diesen Ansprüchen tatsächlich gerecht wird und die vorgenannten Funktionen so erfüllt, dass eine faire Leistungsmessung für unterschiedliche Schülersubgruppen gegeben ist. Auf der Grundlage von Daten zu differenzierten Schülerergebnissen zum Zentralabitur im Fach Englisch untersucht dieser Beitrag exemplarisch die geschlechtsspezifische Fairness von Abitur aufgaben. Eine Differential-Item-Functioning-Analyse (DIF-Analyse) zeigt, dass zumindest ein Teil der eingesetzten Aufgaben auf eine geschlechtsspezifische Ungleichbehandlung durch die Aufgabenstellung hinweist.

Schlagworte
Educational Governance und Neue Steuerung im Bildungswesen; High-Stakes-Tests; Zentralabitur; Geschlechtsspezifische Unterschiede; Differential Item Functioning (DIF)