Annika OhleNele McElvanyHolger HorzMark Ullrich

Text-Bild-Integration – Einstellungen, Motivation und selbstbezogene Kognitionen von Lehrkräften im Bereich Diagnostik

Kurzlink: https://www.waxmann.com/artikelART102832

freier Download

Abstract

Besonders in der Sekundarstufe werden Schülerinnen und Schüler mit multirepräsentationalen Lernmaterialien konfrontiert. Um Informationen aus zweiverschiedenen Quellen zu integrieren, benötigen Schülerinnen und Schüler spezifische Kompetenzen, die selten explizit gefördert werden. Lehren mit Bild-Text-Material ist nicht systematisch in der Lehrerausbildung verankert, dennoch müssen Lehrkräfte mit diesem Material unterrichten. Um erfolgreiche Lehr-Lernprozesse zu initiieren, müssen Lehrkräfte die Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler und das Schwierigkeitsniveau des Bild-Text-Materials diagnostizieren. Als Voraussetzung für akkurate diagnostische Urteile werden Einstellungen, Motivation und selbstbezogene Kognitionen von Lehrkräften untersucht. Die hier vorgestellte Studie zielt auf die Analyse von Einstellungen zur Wichtigkeit von Diagnostik, Motivation bei der Diagnostik, diagnostischen Selbstwirksamkeitserwartungen und Selbstreflexion bei der Diagnostik im Bereich Bild-Text Integration ab. Konfirmatorische Faktorenanalysen bestätigen die Überlegenheit eines 4-Faktoren-Modells. Strukturgleichungsmodelle weisen auf positive Zusammenhänge zwischen der Erfahrung von Lehrkräften und ihrer Motivation hin; Einstellungen und selbstbezogene Kognitionen stehen in positiver Beziehung zu diagnostischen Aktivitäten der Lehrkräfte. Die Studie liefert damit Evidenz für die Bedeutung von Einstellungen, Motivation und selbstbezogene Kognitionen von Lehrkräften.

Schlagworte
Bild-Text Integration; Diagnostik; Lehrkraftvoraussetzungen; Sekundarstufe