Frank LipowskyTobias C. StubbeGabriele FaustJosef KünstingSwantje HadelerWilfried Bos

Was leisten Schülerinnen und Schüler der privaten BIP-Kreativitätsgrundschulen im
nationalen Vergleich?

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Abstract

Der vorliegende Beitrag untersucht die Leistungen von Schülerinnen und Schülern der privaten BIP-Kreativitätsgrundschulen am Ende des 4. Schuljahres in den Domänen Mathematik, Naturwissenschaften und im Lesen. Bei den privaten BIP-Kreativitätsgrundschulen handelt es sich um Grundschulen vorwiegend im Bundesland Sachsen und in anderen ostdeutschen Bundesländern, welche ihrem Konzept nach in besonderer Weise zur Förderung der Begabung, der Intelligenz und der Kreativität beitragen wollen. Um die Leistungen der BIP-Schülerinnen und -Schüler national einordnen zu können, wurden diese mit IGLU-Instrumenten erfasst und untersucht. Ein Vergleich mit der IGLU-Stichprobe 2001 deckt auf, dass die BIP-Schülerinnen und -Schüler erhebliche Leistungsvorsprünge im Lesen, in Mathematik und in den Naturwissenschaften aufweisen. Da es sich bei den BIP-Schülerinnen und -Schülern um eine stark sozial selegierte Stichprobe handelt, wird ein Propensity-Score-Matching Verfahren durchgeführt, um jedem Schüler bzw. jeder Schülerin aus den BIP-Schulen einen Schüler bzw. eine Schülerin mit vergleichbarem sozialen Hintergrund aus der IGLU-Stichprobe zuzuordnen. Ein Vergleich der gematchten Stichproben ergibt deutlich geringere Leistungsvorteile der BIP Schülerinnen und -Schüler als ein Vergleich der ungematchten Stichproben. Sofern man auch die Klassenkomposition kontrolliert, ergibt sich nur noch für das Fach Mathematik ein Leistungsvorsprung der BIP-Schülerinnen und -Schüler.

Schlagworte
BIP-Kreativitätsgrundschulen; Privatschule; Grundschule; Leistungsvergleich; Propensity Score Matching