Irene NeumannChristoph DuchhardtMeike GrüßingAiso HeinzeEva KnoppTimo Ehmke

Modellierung und Erfassung mathematischer Kompetenz über die Lebensspanne

Kurzlink: https://www.waxmann.com/artikelART102723

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Abstract

Mathematical Literacy wird als wichtige Voraussetzung zum Lösen mathematikbezogener Alltagsprobleme angesehen. Daher ist im Projekt „NEPS – Nationales Bildungspanel“ Mathematik als eine zentrale Domäne in der Untersuchung von Kompetenzentwicklung über die Lebensspanne berücksichtigt. Um die Entwicklung mathematischer Kompetenz von Individuen verfolgen zu können, werden Testinstrumente benötigt, die dieses Konstrukt kohärent und konsistent messen. Diese Instrumente basieren auf einer theoretischen Rahmenkonzeption mathematischer Kompetenz über die Lebensspanne. Die Rahmenkonzeption unterscheidet eine inhaltliche und eine kognitive Dimension. In den Inhaltsbereichen werden vier mathematische Leitideen berücksichtigt. Die kognitive Komponente besteht aus sechs Prozessen, die zum Lösen mathematischer Probleme notwendig sind. Mit der Unterscheidung dieser zwei Dimensionen ist die NEPS-Rahmenkonzeption anschlussfähig an die Konzeptionen der PISA Studien und der Bildungsstandards für Mathematik. Im Fokus des Artikels steht die ausführliche Beschreibung der NEPS-Rahmenkonzeption für mathematische Kompetenz über die Lebensspanne. Zunächst beschreibt der Artikel detailliert die Konzeption mathematischer Kompetenz, die den NEPS-Mathematiktests zugrunde liegt. Anhand von Beispielitems für verschiedene Altersgruppen wird das Zusammenspiel von Inhaltsbereichen und kognitiver Komponente veranschaulicht. Schließlich werden auf Grundlage der NEPS-Pilotstudien der Klasse 9 und der Erwachsenen erste Hinweise auf die Qualität der Tests dargestellt.

Schlagworte
Mathematical Literacy; Mathematische Kompetenz; Diagnose; Lebensspanne