Journal for Educational Research Online (JERO)


Ausgabe

. Jahrgang, /

Self- and other-oriented social skills

Autor(en)

Abstract

Wir verstehen unter sozialer Kompetenz die Fähigkeit, in sozialen Interaktionen die eigenen Bedürfnisse und Ziele zu befriedigen, bei gleichzeitiger Berücksichtigung der Bedürfnisse und Ziele der anderen. Zur Erfassung dieser beiden Dimensionen von sozialen Fertigkeiten wurde ein Fragebogen entwickelt (SOCOMP: Self- and Other-oriented social COMPetences). Das Ziel dieser Studie ist, die Reliabilität und Konstruktvalidität der Elternversion des SOCOMPFragebogens zu ermitteln. 428 10- bis 13-jährige Kinder nahmen an einer Folgeuntersuchung einer Längsschnittstudie teil. Kinder schätzten ihre psychische Gesundheit und ihre Mobbingrollen ein. Eltern füllten den SOCOMP-Fragebogen aus. Derselbe Fragebogen wurde von den Kindergartenlehrpersonen bereits etwa 6 Jahre davor ausgefüllt. Die interne Konsistenz der Skalen der Elterneinschätzung der sozialen Fertigkeiten war mittel bis hoch. Längsschnittanalysen konnten signifikante Zusammenhänge zwischen der Elterneinschätzung und der Einschätzung der damaligen Kindergartenlehrperson innerhalb derselben Dimension, aber nicht dimensionsübergreifend (selbst- vs. fremdbezogen) aufzeigen. Die durch die Eltern berichteten fremdbezogenen sozialen Kompetenzdefizite waren mit Verhaltensproblemen, Ausüben von Mobbing und einem niedrigeren Niveau an Verteidigungsverhalten in Mobbingsituationen assoziiert, wogegen Defizite in selbstbezogenen sozialen Fertigkeiten mit depressiven Symptomen und Peer-Viktimisierung assoziiert waren. Die Befunde der vorliegenden Studie unterstützen die postulierte Bedeutsamkeit, die beiden Dimensionen selbst- und fremdbezogene soziale Fertigkeiten zu unterscheiden.


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