Eva Susanne FritzscheStephan KrönerWolfgang Pfeiffer

Chorknaben und andere Gymnasiasten – Determinanten musikalischer Aktivitäten an Gymnasien mit unterschiedlichen Schulprofilen

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Abstract

Wovon hängt es ab, wie musikalisch aktiv Gymnasiastinnen und Gymnasiasten sind? Der Theorie des geplanten Verhaltens zufolge sollten der intrinsische Wert als Aspekt der Einstellung, die musikalische Affinität von Freunden und Eltern als Aspekt der subjektiven Norm und das musikalische Selbstkonzept als Aspekt der wahrgenommenen Verhaltenskontrolle relevante Prädiktoren musikalischer Aktivitäten sein. Ebenfalls relevant dürfte die Musikbezogenheit des Profils der besuchten Schule sein. Dies wurde anhand von N = 2016 musikalisch aktiven Gymnasiasten überprüft. Mittels Mehrgruppen-Strukturgleichungsmodellen wurden Jungen an nicht ausgeprägt musischen Gymnasien als Referenzgruppe mit Mädchen derartiger Gymnasien und mit Jungen an ausgeprägt musischen Gymnasien verglichen. Erwartungsgemäß wiesen die Jungen an ausgeprägt musischen Gymnasien gegenüber der Referenzgruppe im Mittel höhere musikalische Affinitäten von Freunden und Eltern und umfangreichere musikalische Aktivitäten auf. Innerhalb der Gruppen zeigten sich uneinheitliche Effekte der Prädiktoren. Implikationen für Effekte von Schulprofilen auf die Förderung musikalischer Aktivitäten werden diskutiert.

Schlagworte
Musikerziehung; Selbstkonzept; Soziale Einflüsse; Wahlverhalten; Strukturgleichungsmodelle