Gabriele FaustFranziska WehnerJens Kratzmann

Zum Stand der Kooperation von Kindergarten und Grundschule

Zum Stand der Kooperation von Kindergarten und Grundschule

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Abstract

Die mangelnde Abstimmung zwischen den ersten beiden Bildungsstufen wird als ein bedeutsamer Organisationsnachteil des deutschen Bildungswesens und als potentielle Hürde auf dem Bildungsweg der Kinder betrachtet. Einer der Wege zur besseren Anschlussfähigkeit ist die Kooperation von Kindergarten und Grundschule im Umfeld des Schuleintritts der Kinder, die u.a. in ökosystemischer Sicht den Schuleintritt erleichtern soll. Der vorliegende Beitrag stellt querschnittliche Befunde aus der „BiKS“-Studie („Bildungsprozesse, Kompetenzentwicklung und Selektionsentscheidungen im Vor- und Grundschulalter“) zu den Kooperationsaktivitäten vor und bezieht dabei Hintergrundinformationen ein. Erzieherinnen (n = 77) und Erstklasslehrkräfte (n = 68) wurden zu den an ihrer Institution verbreiteten Aktivitäten und ihren Einstellungen dazu befragt. Die von den Befragten als am wichtigsten eingeschätzten Einzelmaßnahmen finden auch am häufigsten statt, nämlich Schulbesuche von angehenden Erstklässlern und der Informationsaustausch von Erzieherinnen und Lehrkräften. Die Kooperation unter Einbezug der Eltern ist seltener. Beide Befragtengruppen schätzen mit charakteristischen Unterschieden die Kooperation sehr hoch ein. Bis auf eine Schule führen alle Institutionen Kooperationsaktivitäten durch, allerdings unterscheidet sich die Breite bzw. die Häufigkeit der Maßnahmen erheblich.

Schlagworte
Kindergarten; Grundschule; Kooperation