Journal for Educational Research Online (JERO)


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. Jahrgang, /

Does e-learning require a new theory of learning?

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Abstract

Es gibt eine wachsende Anzahl an Texten über E-Learning, die meisten jedoch beschäftigen sich nur mit den Problemen der Lehre (E-Teaching). Nur wenige Texte behandeln die sozialen Implikationen des E-Learnings; seinen transformierenden Effekt; oder das soziale, multimodale und technische Zusammenspiel, welches E-Learning hervorbringt und steuert und welches gegenwärtig die Bildungspraktiken umformt. Angesichts solcher Entwicklungen lautet die Forschungsfrage, die man sich stellen muss: „Erfordert E-Learning eine neue Theorie des Lernens?“ Dieses Review von Forschungstheorien ist auf dem Gebiet der Erziehungswissenschaften zu verorten, insbesondere im Bereich des technologiegestützten Lernens. Die Erwähnung von „technologiegestütztem Lernen“ impliziert, dass ein Lernprozess existiert, der durch technische Methoden verbessert wird. Die in diesem Beitrag verfolgte Argumentation schlägt jedoch etwas anderes vor: Lernen und Technologie bedingen und entwickeln einander gegen- und wechselseitig. Im Hand book of E-Learning Research (2007) haben Caroline Haythornthwaite und ich folgende Lücke in der theoretischen Sicht auf das E-Learning identifiziert: „Was in der Literatur fehlt, ist eine Arbeit, die sich schwerpunktmäßig mit den entscheidenden theoretischen Konzeptionen beschäftigt, die dem Forschungsfeld zugrunde liegen, und die sich mit dem komplexen Zusammenspiel von technischen, sozialen und organisationalen Aspekten bei dem Unternehmen ,E-Learning‘ auseinandersetzt ebenso wie mit den diesbezüglichen Beziehungen zwischen Forschung, Theorie, Praxis und Politik.“ Solche Lücken im Forschungsfeld bilden den Ausgangspunkt des vorliegenden Artikels, der insbesondere die Frage betont, ob E-Learning eine neue Theorie des Lernens erfordert oder nur eine Erweiterung und ,Anwendung‘ heutiger Lerntheorien.


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