Monja SchmittLydia Kleine

The Influence of Family-School Relations on Academic Success

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Abstract

Nach Coleman (1988, 1990) liegt Sozialkapital in sozialen Beziehungen und erleichtert bestimmte Handlungen, wie z.B. die Akkumulation von Humankapital. Enge soziale Bande zwischen Akteuren innerhalb des schulischen Handlungsfeldes sollten deshalb einen eigenständigen Einfluss auf Bildungserfolg nehmen. In Anbetracht der frühen Aufteilung in die verschiedenen Sekundarschulzweige nach der vierten Klasse innerhalb des deutschen Bildungssystems werden nicht nur die sozialen Beziehungen zu diesem Zeitpunkt relevant, sondern auch Veränderungen in diesen Beziehungen bis zu diesem Zeitpunkt. National und auch international liegen nur wenige längsschnittliche Ergebnisse innerhalb dieses Forschungsfeldes vor. Unter Verwendung von Daten der Forschergruppe BiKS wird daher mittels multinomialer logistischer Regressionen untersucht, ob sich unabhängige Effekte enger Beziehungen unter Schülern, zwischen Schülern und Lehrern sowie für das schulische Engagement der Eltern finden lassen: Kinder mit guten sozialen Beziehungen zu ihren Klassenkameraden und Lehrern, mit leistungsstarken Freunden und Eltern, die sich für schulische Belange engagieren, haben bessere Chancen, ein höheres Notenniveau zu erreichen. Mithilfe hierarchischer Wachstumskurvenmodelle wird zusätzlich gezeigt, dass auch Veränderungen der Beziehungen zwischen Schülern und Lehrern und zwischen den Schülern untereinander sowie des elterlichen Engagements mit Bildungserfolg zusammenhängen.

Schlagworte
Soziale Beziehungen, Soziales Kapital, Längsschnittstudien, Bildungserfolg