Bruno LeutwylerKatharina Maag Merki

School Effects on Students' Self-regulated Learning

A Multivariate Analysis of the Relationship Between Individual Perceptions of School Processes and Cognitive, Metacognitive, and Motivational Dimensions of Self-regulated Learning

Kurzlink: https://www.waxmann.com/artikelART102630

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Abstract

Zentrales Ziel der vorliegenden Studie ist es, die schulisch-instruktionalen Gestaltungsmöglichkeiten für die Förderung selbstregulierten Lernens darzustellen. Während bestehende Befunde insbesondere die schulischen Fördermöglichkeiten für motivationale, kognitive oder metakognitive Dimensionen selbstregulierten Lernens je einzeln darstellen, vergleicht diese Studie die Bedeutung des schulisch-instruktionalen Kontextes für die Förderung der unterschiedlichen Aspekte selbstregulierten Lernens. Dazu analysiert sie die individuellen Entwicklungsverläufe von 1432 Schülerinnen und Schülern in einem Längsschnitt vom 10. bis zum 12. Schuljahr.
Die Resultate zeigen, dass schulische Prozessfaktoren in einem bedeutenden Ausmaß die Entwicklung selbstregulierten Lernens erklären können. Die Ergebnisse weisen darüber hinaus aber auch darauf hin, dass je unterschiedliche Konfigurationen von sozialen und didaktischen Faktoren die motivationale, die kognitive oder die metakognitive Selbstregulation fördern und dass die Fördermöglichkeiten innerhalb des Konstruktes „selbstreguliertes Lernen“ deutlich variieren. Damit erlauben die Ergebnisse auch eine differenzierte Einschätzung, wie gut Schulen die unterschiedlichen Aspekte der zentralen Zieldimension „selbstreguliertes Lernen“ zu fördern vermögen.

Schlagworte
selbstreguliertes Lernen, Schulqualität, Längsschnittstudie