Ausgabe

16. Jahrgang, 2/2017

Evaluierung und Wirkungsorientierung in Österreich. Zur Rolle von Evaluierung im neuen Haushaltsrecht und in der Forschungsförderung

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Autor(en)

Rupert Pichler Mario Steyer

Abstract

Die Bedeutung von Evaluierung auf der Bundesebene in Österreich hat sich mit der Einführung der wirkungsorientierten Haushalts- und Verwaltungsführung verändert. Da Wirkungsorientierung auf dem Prinzip der Nachprüfbarkeit beruht, gelten Monitoring- und Evaluierungsregeln nunmehr für verschiedene Ebenen des gesamten staatlichen Handelns. Der Breite dieses Ansatzes stehen Widersprüche zwischen einzelnen Anwendungsebenen und geringe Tiefenschärfe geforderter Evaluierungsmaßnahmen gegenüber. Am Beispiel der Forschungsförderung wird gezeigt, dass daher bestehende, stärker ausdifferenzierte Evaluierungssysteme weiterhin notwendig sind. Die Plattform Forschungs- und Technologieevaluierung, die als informelles Forum der Akteure bereits früh Einfluss auf die Formulierung von Standards für die Forschungs- und Technologiepolitik nahm, und die neuere Gesetzgebung zur Wirkungsorientierung haben zu einem Kulturwandel in Politik und Verwaltung in Richtung Transparenz und Rechenschaft beigetragen. Ein systematisches Feedback zur Reflexion außerhalb der Prozessschleifen der Budgetierung und Wirkungsorientierten Folgenabschätzung (WFA), fehlt jedoch.


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