Caroline Maria TostHeiner Rindermann

Evaluation psychologischer und pädagogischer Forschungsleistungen mithilfe der bibliometrischen Datenbanken Scopus und Google Scholar

Kurzlink: https://www.waxmann.com/artikelART102010

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Abstract

Um die Brauchbarkeit bibliometrischer Datenbanken für die Evaluation von psychologischer und pädagogischer Forschung zu untersuchen, wurden für 453 Psychologieprofessor(inn)en und 358 Pädagogikprofessor(inn)en aus Bayern, Berlin, Nordrhein-Westfalen und Sachsen sowie aus Österreich die Publikationsanzahl und der h-Index in den Datenbanken Scopus und Google Scholar erfasst. Web of Science ermöglichte für die meisten Professor(inn)en keine korrekte Identifikation und konnte deshalb nicht berücksichtigt werden. In Scopus konnten die Pädagogikprofessor(inn)en seltener gefunden werden als die Psychologieprofessor(inn)en; in Google Scholar traten keine solchen Unterschiede auf. Die mittlere Publikationsanzahl und der mittlere h-Index der Psycholog(inn)en waren höher als jene der Pädagog(inn)en, wobei die Unterschiede in Scopus wesentlich deutlicher ausfielen. Zwischen den Datenbanken fanden sich trotz großer Mittelwertsunterschiede hohe Zusammenhänge der beiden Indikatoren (rAnzahl=.54, rh=.69). Die Ergebnisse belegen grundlegende Unterschiede im Publikationsverhalten der beiden Fächer sowie die Brauchbarkeit der Datenbank Google Scholar (nach Prüfung der Autorenzuordnung) für bibliometrische Analysen. Vergleiche über Datenbanken hinweg müssen deren Mittelwertsunterschiede beachten.

Schlagworte
Bibliometrische Datenbanken, h-Index, Psychologie, Pädagogik