Ausgabe

15. Jahrgang, 1/2016

‚Don’t tell me cause it hurts‘ – Beeinflussung von Evaluierenden in der Schweiz

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Autor(en)

Lyn Pleger Fritz Sager

Abstract

Der Artikel untersucht die Erfahrungen von Evaluierenden in der Schweiz mit Beeinflussung durch eine anonyme Befragung von Mitgliedern der Schweizerischen Evaluationsgesellschaft. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Evaluierenden mehrheitlich als nicht unabhängig bei der Durchführung von Evaluationen empfinden. Beeinflussung geht am häufigsten von Auftraggebern aus. Rund die Hälfte der Befragten hatte sich während ihrer Evaluationstätigkeit bereits beeinflusst oder unter Druck gesetzt gefühlt, was für 90% keinen Einzelfall darstellte. Bei 60% der Befragten verlangte der Auftraggeber eine inhaltliche Verzerrung. Beeinflussung war häufiger bei summativen oder Ex-post-Evaluationen als bei formativen oder Ex-ante-Evaluationen. Die ethische Zufriedenheit der Befragten mit dem Umgang von Beeinflussungsvorfällen war am geringsten bei denjenigen, deren Evaluationsresultate ohne ihr Einverständnis verändert wurden.


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