Florenz König

Zwischen Hochschule und Zivilgesellschaft: Eine andere Welt braucht eine andere Bildung

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Abstract

Im vorliegenden Artikel werden zivilgesellschaftlich-universitäre Kooperationen im Bereich der nachhaltigen Entwicklung in den Fokus genommen. Ausgehend von einer Analyse des Begriffs Nachhaltigkeit stellt der Artikel die Vereinbarkeit von ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit mit dem vorherrschenden ökonomischen Wachstumsparadigma infrage. Die These des Autors lautet: Der Ansatz der „nachhaltigen Entwicklung“ in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit sowie die auf dem Konzept der „Einen Welt“ basierende „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ sind auf ökonomische Interessen des Westens ausgerichtet. Es ergibt sich daraus die Notwendigkeit neuer Ansätze für eine Bildung für globale und generationenübergreifende Gerechtigkeit, wofür der Autor vielversprechende Anknüpfungspunkte in den sich entwickelnden Strukturen regionalautonomer Solidarökonomien sieht. Die Expertise zivilgesellschaftlicher Akteure aus diesem Bereich muss daher verstärkt Eingang in die Bildungsinstitutionen finden, was in einem Modellprojekt des Institut für Geographie und ihre Didaktik der PH Freiburg umgesetzt wird: Dozierende und Studierende kooperieren mit zivilen Nachhaltigkeits-Expert/inn/en und entwickeln Unterrichtseinheiten, die sie gemeinsam mit Lehrer/-innen und Schüler/-innen zur Anwendung bringen.

Schlagworte
nachhaltige Entwicklung, Post-Development, Green Growth, Post-Wachstum, Regionalökonomie, Bildung für nachhaltige Entwicklung