Tina Gažovičová

Romani pupils in Slovakia: Trapped between Romani and Slovak languages

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Abstract

Schätzungen zufolge gehören bis zu 19 % der Schüler/-innen in der Slowakei zur Roma-Minderheit, ca. zwei Drittel von ihnen sprechen Romanes. Jedoch ist – von wenigen Ausnahmen abgesehen – Romanes nicht Teil des schulischen Curriculums. Ausgehend von Theorien über die symbolische Macht von Sprache analysiert der Beitrag einerseits die Verwendung von Romanes in der Schule und andererseits die Ansätze des Unterrichtens von Slowakisch als Zweitsprache. Ziel ist es zu prüfen, inwiefern proklamierte Sprachenpolitik und Minderheitenrechte praktisch umgesetzt werden. Der Beitrag kommt zu dem Ergebnis, dass die reine Existenz von Minderheitenrechten keine hinreichende Bedingung für die Umsetzung dieser Rechte ist. Darüber hinaus sind bisherige Maßnahmen zur Förderung der Slowakisch-Kenntnisse von Roma-Schüler/inne/n als unbefriedigend einzuschätzen. Dies hat zur Folge, dass viele Schüler/-innen keine der beiden Sprachen ausreichend beherrschen.

Schlagworte
Sprachenpolitik, Minderheitenrechte, Romanes, Slowakei, Slowakisch als Zweitsprache