Ausgabe

14. Jahrgang, 1/2015

Der Abbruch des Lehramtsstudiums – Zahlen, Gründe und Emotionserleben

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Autor(en)

Christian Herfter Tillmann Grüneberg Antje Knopf

Abstract

Die Reduktion des Studienabbruchs kann im Zuge des verstärkten Qualitätsmanagements von Hochschulen als wichtiges Ziel der Effizienzsteigerung verstanden werden. Zwischen 2009 und 2012 brachen 454 Studierende ihr Lehramtsstudium an der Universität Leipzig ab (14,3%). Diese Abbrecher/-innen befragten wir in einer Online-Erhebung (Rücklaufquote 20,3%). Die Antworten auf die offenen Fragen wurden mithilfe von Verfahren der qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet (Intercoder-Übereinstimmung: .891-.985 κ). Die Besonderheit unseres Ansatzes ist es, neben der Beschreibung des Studienabbruchs (1), die subjektiv empfundenen (Hinter-)Gründe zu rekonstruieren (2), deren Bedeutsamkeit hinsichtlich des Entscheidungsvollzugs gewichten zu können (3) und neben den rationalen Begründungen auch das emotionale Erleben zu berücksichtigen (4). So lassen sich nicht nur ausschlaggebende Abbruchgründe wie Unzufriedenheit mit den Studienbedingungen, familiäre Verpflichtungen, Entfremdung vom Berufswunsch sowie Überforderung durch die Anforderungen des Studiums herausstellen, sondern auch darüber hinaus internal und external lokalisierte positive wie negative Gefühle bezüglich des Studienabbruchs einordnen.
Schlagwörter: Studienabbruch, Lehramt, Qualitative Inhaltsanalyse, Emotionen

The reduction of the student dropout rate is a goal for enhancing efficiency through quality management at universities. This study is an integral part of that process. During the investigation (2009-2012), 454 students terminated their teacher education at the University of Leipzig (dropout rate 14.3%). These students were asked to answer an online questionnaire (return rate 20.3%). The responses to our open questions were interpreted with the qualitative content analysis (intern validity: .891-.985 κ). The special focus of our study is, in addition to the description of the quantitative dropout (1), to reconstruct the subjective backgrounds (2) and their importance for individual decision making (3) and to consider besides rational justifications the emotional experience (4). So not only crucial reasons for dropout like disaffection with study environment, family duties, changes in job orientation and study burdens were pointed out, but also internally and externally localized positive and negative emotions concerning the dropout decision could be classified.
Keywords: Dropout, Teacher Education, Qualitative Content Analysis, Emotions


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