Sylvia Schütze

Das preußische Regulativ für den Seminarunterricht von 1854 – Standards für die Lehrerbildung?

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Abstract

Das „Preußische Regulativ, den Unterricht in den evangelischen Schullehrer-Seminarien der Monarchie betreffend“, stellte vor 160 Jahren einen der ersten gesamtstaatlichen Standardsetzungsversuche für die Lehrerbildung dar. Über eine Vereinheitlichung der Qualifikationsanforderungen und der Lehrpläne sollten landesweit die Volksschullehrerausbildung und damit das Niveau an den Volksschulen verbessert werden. Diese Regulierung wird mit Blick auf eine zunehmende Professionalisierung der Lehrerschaft und die Modernisierung des preußischen Schulwesens als wichtiger Schritt angesehen; inhaltlich und in ihrer Stoßrichtung wurde die Maßnahme unter Lehrerbildnern und Bildungspolitikern allerdings höchst unterschiedlich aufgefasst. Der Beitrag will anhand einiger Auszüge aus dem Regulativ die Steuerungsansätze von Politik und Administration aufzeigen, sie mit Blick auf den zeitgenössischen Diskurs kontextualisieren, hinsichtlich ihrer Wirkung – etwa die Bedeutung der Allgemeinen Pädagogik für die Lehrerbildung betreffend – kommentieren und abschließend den „KMK-Standards für die Lehrerbildung“ gegenüberstellen.

Schlagworte
Standards, Lehrerbildung, Professionalisierung, Modernisierung, staatliche Steuerung