Ashish Kothari

Another India, Another World. Towards Radical Ecological Democracy

Kurzlink: https://www.waxmann.com/artikelART101349

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Abstract

65 Jahre nach Beginn der Unabhängigkeit kämpft Indien weiterhin darum, den Grundbedürfnissen des Großteils seiner Bevölkerung gerecht zu werden. Noch immer sind Armut, Hunger, Unterernährung, Arbeitslosigkeit, Ungleichheit und andere sozioökonomische Entbehrungen weit verbreitet. Darüber hinaus gibt es zunehmende Hinweise darauf, dass die Ökologie nicht nachhaltig ist. Ein grundlegend fehlerhaftes Entwicklungsmodell, dessen Mängel in der Phase der wirtschaftlichen Globalisierung (nach 1991), zunahmen, ist Teil der Ursache.
Als Gegenströmung wachsen in der Bevölkerung allerdings die Initiativen für nachhaltiges und gerechtes Wohlergehen in verschiedenen Bereichen und es haben bereits auch einige politische Veränderungen in diese Richtung stattgefunden. Darauf aufbauend wird ein alternativer Rahmen des Wohlbefindens vorgeschlagen, hier als Radikale Ökologische Demokratie bezeichnet. Dieser beinhaltet eine neue politische Regierung mit dezentraler Entscheidungsfindung, eingebettet in größere, ökologisch und kulturell definierte Landschaften, eine neue Wirtschaft, die ökologische Grenzen respektiert und sowohl Produktion als auch Verbrauch demokratisiert sowie eine neue Kultur- und Wissensgesellschaft, welche Vielfalt, gemeinsame Synergie und öffentliche Innovation schätzt. Die Kombination aus dem Widerstand der Bevölkerung gegen zerstörerische Entwicklung und alternativen lösungsbasierten Initiativen, mit Unterstützung aus anderen Teilen der Gesellschaft, kann Indien zu einem Schlüsselakteur hin zu einer nachhaltigen, gerechten und gleichberechtigten Welt machen.

Schlagworte
Nachhaltigkeit, Demokratie, Gerechtigkeit