Mit: Mitteilungen der DGfE-Kommission Vergleichende und Internationale Erziehungswissenschaft

Ausgabe

31. Jahrgang, 3/2008

Schulentwicklung und die Partizipation von Lehrkräften

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Autor(en)

Annette Huppert Hermann Josef Abs

Abstract

Zusammenfassung:
Für demokratische Bildung und demokratische Schulentwicklung ist die Partizipation der Beteiligten zentral. In dem Beitrag werden unterschiedliche konzeptionelle Bezugspunkte der Schulentwicklung (Reformpädagogik, Demokratietheorie, Professionalisierung, Organisationsentwicklung, Verwaltungswissenschaft) und die darin implizierten Formen von Partizipation vorgestellt und ihre Implikationen herausgearbeitet. Es lassen sich Spannungsverhältnisse rekonstruieren, die sich (a) auf mögliche Begründungen für Lehrerpartizipation beziehen, (b) auf ihr Verhältnis zu Partizipationsansprüchen von Schülern und Schülerinnen, (c) auf innerkollegiale Kooperation und (d) auf das Zusammentreff en von Partizipationsansprüchen der Lehrpersonen einerseits und politischen Steuerungsinteressen andererseits. Die Spannungsverhältnisse werden auf der Basis quantitativer und qualitativer empirischer Ergebnisse aus der Evaluation des BLK-Programms ‚Demokratie lernen und leben‘ erläutert. Es wird argumentiert, dass die transparente Bearbeitung dieser Spannungsverhältnisse auf der Ebene der Akteure, konstruktiv zu demokratischer Schulentwicklung beitragen kann.

Abstract:
Participation of all parties at school is of vital importance for democracy education and democratic school development. Approaches of school development refer to different basic concepts (progressive education, democracy theory, professionalization, organisational development, new public management). These approaches implicate different forms of participation and therefor different forms of teacher involvement. The article analyses four areas of conflict that emerge from these differences. They relate (a) to different reasons for teacher participation, (b) to the relationship between the claim of teachers and students to participation, (c) to the cooperation between teachers and (d) to the collision of teachers’ claim to participate on the one hand and political interests to govern school development on the other hand. These four areas will be explicated on the basis of quantitative and qualitative research which is taken from the evaluation of the German pilot program ‘learning and living democracy’. The article argues for the transparent handling of those areas of conflict within school. This may contribute to constructive democratic education and school development.


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