Ausgabe

11. Jahrgang, 1/2012

Wirkung und Wirkmechanismen zusätzlicher Vermittlungsfachkräfte auf die Arbeitslosigkeitsdauer – Analysen auf Basis eines Modellprojektes

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Autor(en)

Frank Sowa Stefan Theuer Gerhard Krug Katja Wolf Barbara Hofmann

Abstract

Die Vermittlung von Arbeitsuchenden auf offene Stellen ist eine der zentralen Aufgaben von Arbeitsagenturen. Inwiefern sie diese Aufgabe erfolgreich bewältigen, hängt unter anderem davon ab, wie viel Personal eine Agentur beschäftigt. In diesem Beitrag wird im Rahmen eines überregionalen Modellprojektes untersucht, welche Auswirkung mehr Vermittlungspersonal auf die Arbeitslosigkeitsdauer der betreuten Arbeitslosen hat. Dabei werden quantitative Wirkungsanalysen durchgeführt sowie mit qualitativen Methoden die Umsetzung des Modellprojektes und der Einsatz des Personals untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass eine höhere Ausstattung der Arbeitsagenturen mit Vermittlungspersonal mit einer kürzeren Dauer der Arbeitslosigkeit einhergeht. Hinsichtlich der Ansatzpunkte für den Personaleinsatz findet die Analyse Unterschiede zwischen den betroffenen Arbeitsagenturen, die als Arbeitgeberorientierung der Vermittlungsbemühungen, als Arbeitsuchendenorientierung oder Optimierung organisationsinterner Abläufe beschrieben werden. Zudem zeigt eine genaue Betrachtung des Modellprojektes, dass die Erhöhung der Vermittler(innen)zahl ein wichtiger, aber womöglich nicht der alleinige Grund für den Erfolg des Modellprojektes war.
Schlagwörter: Arbeitsvermittlung, Modellprojekt, Arbeitslosigkeit, Kausale Effekte

Delivering placement services is one of the main functions of employment offices. How they fulfill this function also depends on the number of job placement officers. Based on a large-scale pilot project, this paper analyzes the effect of raising the number of job placement officers on individual unemployment duration. We combine quantitative analyses of causal effects with qualitative implementation studies. Results indicate that more job placement officers are associated with shorter unemployment duration. We interpret the employment offices’ three different strategies to use the additional resources (job seekers orientation, employer orientation, process orientation) as possible causal mechanisms. Empirical analysis shows that the extent of the causal effect depends on the respective mechanism. Detailed analysis of the pilot project indicates that the higher number of job placement officers was important but only one among several conditions for its success.
Keywords: Placement Services, Pilot Project, Unemployment, Causal Effects


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