Ausgabe

6. Jahrgang, 2/2007

Eliteschulen des Sports – Erste Ergebnisse einer Pilotstudie

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Autor(en)

Werner Pitsch Eike Emrich Michael Fröhlich Markus Klein

Abstract

Der Deutsche Olympische Sportbund weist den Eliteschulen des Sports (EdS) im Rahmen der Nachwuchsförderung eine besondere Rolle zu. Die EdS sollen bei voller Wahrung der schulischen Bildungschancen spitzensportliche Erfolge begünstigen, indem sie mehr Zeit für Training und Wettkampf ermöglichen. Im Rahmen einer laufenden Evaluierung von EdS wurden systematisch Daten zum Grad der Zielerreichung dieser Einrichtungen mittels standardisierter schriftlicher Befragung erhoben. Dabei wurde eine Vergleichsperspektive gewählt und unter den Teilnehmern der olympischen Sommerspiele 2004 und der olympischen Winterspiele 2006 Eliteschüler des Sports mit Schülern anderer Schulen (Regelschulen) unter anderem hinsichtlich ihres sportlichen Erfolgsniveaus sowie ihrer nachschulischen Bildungskarriere verglichen. Ein Altersunterschied zwischen den einzelnen Kategorien „durchgängig an einer EdS“,„phasenweise an einer EdS“ und „nie an einer EdS“ lag nicht vor, sodass bzgl. der Moderatorvariablen Alter von einer Gleichverteilung auszugehen ist. Die vorliegenden Befunde zeigen, dass sich die Eliteschüler (Teilnehmer der Sommerspiele 2004) im sportlichen Erfolgsniveau nicht von anderen Schülern unterscheiden, obwohl sie mehr trainieren und häufiger Wettkämpfe absolvieren, während dies für die Teilnehmer der Winterspiele 2006 nicht gilt. Ebenfalls kein Unterschied besteht zwischen Eliteschülern des Sports und anderen Schülern bezüglich der Höhe des erreichten Schulabschlusses. Allerdings präferieren Eliteschüler des Sports nach Abschluss der Schule in höherem Anteil einen beruflichen Verbleib in Bundespolizei und Bundeswehr, während Nicht-Eliteschüler in höherem Anteil ein Studium absolvieren. Eliteschüler des Sports berichten zudem signifikant häufiger von Problemen derart, dass sie wettkampfbedingt Unterricht und Klausuren verpasst und bei der Organisation der Verlegung größere Probleme hatten.


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