Holger GärtnerFelicitas ThielChristopher KellermannMax Nachbauer

Ein theoriebasierter Schülerfragebogen für Unterrichtsevaluation

Kurzlink: https://www.waxmann.com/artikelART104840
.doi: https://doi.org/10.31244/jero.2022.01.07

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Abstract

Der vorliegende Beitrag beschreibt die theoriegeleitete Entwicklung und psychometrische Überprüfung eines Schülerfragebogens zur Erfassung von Unterrichtsqualität, der vorrangig als formatives Evaluationsinstrument in der schulischen Praxis eingesetzt werden soll. Grundlage des Schülerfragebogens stellt ein theoretisch begründetes Modell von Unterrichtsqualität dar, welches die drei Anforderungsbereiche Unterstützung des Wissenserwerbs, Motivierung und Klassenmanagement sowie die querliegende Dimension Individualisierung umfasst. Der Fragebogen wurde an einer Stichprobe von Schüler:innen an Berufsschulen eingesetzt. Am ersten Messzeitpunkt wurde eine vorläufige Version des Schülerfragebogens verwendet. Basierend auf den Ergebnissen wurde der Schülerfragebogen optimiert und an einem zweiten Messzeitpunkt überprüft. Konfirmatorische Faktorenanalysen belegen eine gute Passung zwischen empirischen Daten und theoretischem Modell. Die Skalen sind empirisch klar voneinander trennbar, mit der Ausnahme einer relativ hohen Faktorkorrelation auf Klassenebene. Auch die Reliabilitäten der Skalen erweisen sich mit einer Ausnahme als gut bis sehr gut. Die Ergebnisse sprechen dafür, dass Lehrkräfte mithilfe des Schülerfragebogens konkrete Ansatzpunkte für die Weiterentwicklung ihres Unterrichts ermitteln können.

Schlagworte
Unterrichtsevaluation, Feedback, Unterrichtsqualität, Schülerfragebogen