Interreligiöses Lernen durch Perspektivenübernahme

Friedrich SchweitzerMagda BräuerReinhold Boschki (Hrsg.)

Interreligiöses Lernen durch Perspektivenübernahme

Eine empirische Untersuchung religionsdidaktischer Ansätze

2017,  Glaube – Wertebildung – Interreligiosität,  Band 10,  264  Seiten,  broschiert,  29,90 €,  ISBN 978-3-8309-3573-5

Mit Beiträgen von
Albert BiesingerReinhold BoschkiMagda BräuerMatthias GronoverSimone HillerMartin LosertHanne Schnabel-HenkeFriedrich Schweitzer

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Interreligiöses Lernen ist ein Schlüsselthema, das nicht nur für Religionsunterricht und Religionspädagogik eine zentrale Bedeutung gewonnen hat, sondern für Bildung und Schule insgesamt. Dabei wird erwartet, dass Wissen über verschiedene Religionen erworben und die Fähigkeit zu einer religionsbezogenen Perspektivenübernahme ausgebildet wird. Doch welche Ziele lassen sich durch interreligiöses Lernen in der Schule tatsächlich erreichen?
Der vorliegende Band stellt die Frage nach der Wirksamkeit interreligiösen Lernens ins Zentrum. Dazu werden verschiedene didaktische Realisierungsformen mithilfe von Methoden der Empirischen Bildungsforschung am Beispiel des Religionsunterrichts im beruflichen Bildungswesen untersucht. Der entsprechende Unterricht bezieht sich auf die Themen „Religionen und Gewalt“ sowie „Islamic Banking“. Die Befunde eröffnen zugleich Perspektiven für die Gestaltung von Religionsunterricht und tragen damit zur Weiterentwicklung der schulischen Praxis auch in anderen Schularten bei.

Pressestimmen

In der Summe ist der Tübinger Forschungsgruppe mit dem vorliegenden Projekt eine Studie gelungen, die bildungswissenschaftlichen Standards entspricht. Ihre Befunde kennzeichnet damit eine Belastbarkeit, die weit über dem liegt, worauf religionspädagogische Theoriebildung üblicherweise aufbaut. Chapeau!
Ulrich Riegel, in: Zeitschrift für Pädagogik und Theologie 2/2018, S. 224f.

Insgesamt bietet der Band einen sehr guten Überblick über die gründlich vorbereitete, engagiert durchgeführte und kritisch reflektierte Interventionsstudie, zu dem auch der umfangreiche und gut strukturierte Anhang beiträgt. Offene Fragen einerseits und die Interpretation der Daten andererseits regen außerdem zu weiteren Forschungsprojekten auf dem Feld interreligiösen Lernens sowie zu einer kritischen Reflexion unterrichtspraktischer Konzepte an.
Monika Tautz, in: Religionspädagogische Beiträge 79 (2018), S. 117.

Sie [ergänzen] ein schmales Portfolio von Wirksamkeitsstudien, die nach der Effektivität interreligiösen Lernens fragen, um einen wichtigen Band.
Clauß Peter Sajak, in: Theologische Revue 4/2019, Sp. 275.