Dagmar KillusKlaus-Jürgen Tillmann (Hrsg.)
in Kooperation mit  TNS Emnid

Eltern zwischen Erwartungen, Kritik und Engagement

Ein Trendbericht zu Schule und Bildungspolitik in Deutschland

Die 3. JAKO-O Bildungsstudie

2014,  240  Seiten,  broschiert,  zweifarbig,  24,90 €,  ISBN 978-3-8309-3155-3

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Wie beurteilen Eltern die Schulsituation ihrer Kinder, welche Kritik üben sie mehrheitlich, welche Veränderungen fordern sie ein, und wie engagieren sie sich selbst? Bereits zum dritten Mal präsentiert die JAKO-O Bildungsstudie die Elternsicht auf pädagogische und bildungspolitische Aspekte des deutschen Schulsystems – und hinterfragt die Situation der Eltern angesichts schulischer Anforderungen.

Das Sozialforschungsinstitut TNS Emnid befragte für die repräsentative 3. JAKO-O Bildungsstudie insgesamt 3.001 Mütter und Väter schulpflichtiger Kinder. Durch die wiederholte Befragung in zweijährligem Abstand (2010, 2012, 2014) lassen sich zu vielen Kernthemen – zum Beispiel die Dauer der gemeinsamen Grundschulzeit, G8/G9 oder die Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule – die Veränderungen im Meinungsbild der Eltern ablesen und Trendaussagen machen. Darüber hinaus erfasst die 3. JAKO-O Bildungsstudie aber auch die Einschätzungen der Eltern zu aktuell diskutierten Themen. Dies sind zum Beispiel das bundesweite Zentralabitur, die Privatschule oder die Qualität der Ganztagsschule.

Renommierte Bildungsforscher und Schulpraktiker analysieren die Daten, ordnen die Ergebnisse ein und ziehen sowohl schulpolitische wie -praktische Konsequenzen. Die JAKO-O Bildungsstudie sorgt so dafür, dass die Elternpositionen sowohl in der öffentlichen Debatte verstärkt zum Tragen kommen als auch in die Fachdiskurse der Praktiker, Wissenschaftler und Bildungspolitiker eingehen.

Pressestimmen

Eine sehr differenziert analysierte Erhebung, in der die Wünsche der Betroffenen deutlich werden.
Jörg Schlömerkemper in: PÄDAGOGIK, 3/2015

Insgesamt kann die von dem Autorenteam angestrebte breite Darstellung von Elternmeinungen zu aktuellen bildungspolitisch brisanten Themen mit dem vorgestellten Band als gelungen gelten. Die Bandbreite der Themen und die abschließende kritische Reflexion durch die Beiträge von Renate Valtin und Barbara Riekmann setzen die deskriptiven Befunde in den Kontext bildungspolitischer Entscheidungsfähigkeit. Die Aufteilung des Bandes in mehrere Aufsätze erweist sich als gutes Mittel, um die unterschiedlichen Aspekte elterlicher Einstellungen, Erwartungen und Partizipationsmöglichkeiten genauer betrachten zu können. Durch seine gut verständliche vielfältige Darstellung deskriptiver Befunde an einer repräsentativen Stichprobe, ist der vorgelegte Sammelband insbesondere für Praktikerinnen und Praktiker sowie politische Entscheidungsträger interessant.
Simone Lehrl in: Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, 19/2016