Rolf Schulmeister (Hrsg.)

MOOCs – Massive Open Online Courses

Offene Bildung oder Geschäftsmodell?

2013,  278  Seiten,  broschiert,  37,90 €,  ISBN 978-3-8309-2960-4

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Massive Open Online Courses (MOOCs) bezeichnen Kurse, die online stattfinden und auf Grund fehlender Zugangsbeschränkungen und kostenfreien Zugangs sehr hohe Teilnehmerzahlen erreichen. Der erste MOOC wurde 2011 durch Sebastian Thrun, Professor für Informatik an der Stanford University, zum Thema der Künstlichen Intelligenz angeboten und hatte 160.000 Teilnehmende. In der Folge wurden MOOCs als die revolutionäre Lehr-/Lerninnovation gepriesen, immer mehr Unternehmen gründeten MOOCs-Plattformen. Seit Ende 2012 bieten auch in Deutschland erste Institutionen eigene Plattformen mit MOOCs an.

Man unterscheidet im Wesentlichen zwei Varianten – xMoocs und cMOOCs: xMoocs bieten auf Video aufgezeichnete Vorlesungen, die durch Tests und Fragen unterbrochen und zu denen Aufgaben ausgeteilt werden. Sie werden ergänzt durch Foren. cMOOCs orientieren sich eher an der Form eines Seminars oder Workshops, in ihnen können die Teilnehmenden die Inhalte selbst miterarbeiten und -gestalten.

Um die Potenziale, aber auch die Schwächen der MOOCs bewerten zu können, bedarf es aber einer differenzierten Betrachtung, als sie bisher stattgefunden hat. Dieser Band stellt Erfahrungsberichte und Beispiele aus deutschen Hochschulen oder mit deutscher Beteiligung vor und reflektiert das Phänomen der MOOCs unter didaktischen, historischen und bildungspolitischen Aspekten.

Auch als PDF-Datei downloadbar: MOOCs – Massive Open Online Courses

Pressestimmen

[D]ieses Buch [ist] all jenen zu empfehlen, die dem MOOCs-Hype kritisch gegenüberstehen und sich fundiert mit diesem Phänomen auseinandersetzen wollen.
Bodo Rödel in: Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis, 2/2014

Die außerordentlich interessante und lesenswerte Publikation ist allen an Hochschulentwicklung, Bildungspolitik sowie dem Konnex zwischen Medienkultur und Bildung Interessierten zu empfehlen. Der kulturelle Wandel in der Beschreibung und Problematisierung von Bildungsprozessen ist aus medienwissenschaftlicher Perspektive hinsichtlich mehrerer Aspekte von hoher Relevanz: zum einen haben wir es hier mit mediengestützten Szenarien zu tun, wobei die Medialität selbst gänzlich unreflektiert bleibt und die öffentliche Diskussion durch Medienvergessenheit glänzt. Darüber hinaus berührt diese Entwicklung zum anderen die Frage nach der medialen Bedingtheit heutiger Gesellschaften.
Petra Missomelius in: MEDIENwissenschaft, 2/3/2014