Beobachtung der Aneignung des Deutschen bei mehrsprachigen Kindern und Jugendlichen

Marion Döll

Beobachtung der Aneignung des Deutschen bei mehrsprachigen Kindern und Jugendlichen

Modellierung und empirische Prüfung eines sprachdiagnostischen Beobachtungsverfahrens

2012,  FörMig Edition,  Band 8,  180  Seiten,  broschiert,  24,90 €,  ISBN 978-3-8309-2702-0

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Im Modellprogramm FörMig – Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund – wurde das Konzept der Durchgängigen Sprachbildung entwickelt und praktisch erprobt. Damit wird bezweckt, Schülerinnen und Schülern mit und ohne Migrationshintergrund bessere Voraussetzungen für eine erfolgreiche Bildungslaufbahn zu ermöglichen.
Ein Grundpfeiler der Durchgängigen Sprachbildung ist die regelmäßige Diagnose sprachlicher Fähigkeiten der Kinder und Jugendlichen. Die Ergebnisse bilden eine Grundlage für eine Förderung, die an den vorhandenen Kenntnissen und Ressourcen ansetzt. Das Instrument Niveaubeschreibungen Deutsch als Zweitsprache für die Sekundarstufe I wurde im Rahmen von FörMig erarbeitet. Es handelt sich um ein Hilfsmittel für die kontinuierliche Beobachtung der sprachlichen Entwicklung im Deutschen. Mit seiner Hilfe kann der Aneignungsprozess der Zweitsprache ab dem Eintritt in das fünfte Schuljahr über einen mehrjährigen Zeitraum beobachtend begleitet werden.
In diesem Band werden zunächst zentrale Diskussionen und Kontroversen aus dem Themenfeld Sprachdiagnostik nachgezeichnet (z.B. zu Verfahrensarten, Kompetenzmodellen sowie Normen und Maßstäben bei der Leistungsbeurteilung). Sodann werden die Niveaubeschreibungen selbst sowie das Vorgehen und die Ergebnisse einer Prüfung von Validität, interner Konsistenz, Reliabilität und Beobachtergenauigkeit vorgestellt.

Pressestimmen

Der interdisziplinäre Ansatz, für den die Vfn. hier argumentiert, ist interessant, weil in den Disziplinen der Sprachwissenschaft, der Erziehungswissenschaft und der Psychologie eine wichtige, engagierte und innovative Auseinandersetzung mit Sprachendiagnostik und -förderung erfolgt und ein intensiverer Dialog förderlich sein könnte. [...] Die sorgfältige Prüfung neuer Verfahren nach Grundkategorien der Testkonstruktion wird in dieser Arbeit sehr ernst genommen. [...] Natürlich könnten, wie immer bei empirischen Arbeiten, eine größere Datenmenge, eine noch breitere Vorgehensweise gefordert werden [...] Wichtiger scheint an dieser Arbeit jedoch, dass sie sich der Problematik annimmt, Testgütekriterien bei Beobachtungsdokumentation auf den Prüfstand zu stellen und Grenzen zu entdecken, und dafür einen interessanten Zugang wählt und so die wissenschaftliche Diskussion bereichert. Nur auf diese Weise können Grenzen verschoben werden.
Elke Montanari in: Deutsch als Fremdsprache, 2/2015

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