Albrecht ClassenMichael FischerNils Grosch (Hrsg.)

Kultur- und kommunikationshistorischer Wandel des Liedes im 16. Jahrhundert

2012,  Populäre Kultur und Musik,  Band 3,  256  Seiten,  broschiert,  29,90 €,  ISBN 978-3-8309-2641-2

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Das Genre des Liedes, die zentrale Gattung der weltlichen Musik in der Frühen Neuzeit überhaupt, wurde im 16. Jahrhundert in Liedflugschriften und mehrstimmigen Musikdrucken durch die erst wenige Jahrzehnte junge Buchdruck-Industrie aufgenommen und reproduziert. Liedflugschrift und mehrstimmiger Musikdruck, auf den ersten Blick recht verschiedene Erscheinungsformen, geben allerdings Indizien auf eine zusammenhängende Liedkultur, die kultur- und mediengeschichtliche Fragen aufwirft.

Der Bericht der Tagung, die sich in Freiburg i.Br. diesen Fragestellungen widmete, geht aus interdisziplinärer Perspektive den medien- und kulturgeschichtlichen Aspekten des frühneuzeitlichen Liedes, seiner Produktion, Medialisierung, Rezeption, seiner Dokumentations- und Forschungsgeschichte nach.


Mit Beiträgen von

Daniel Bellingradt, Albrecht Classen, Michael Fischer, John L. Flood, Franz Jürgen Götz, Nils Grosch, Gabriele Haug-Moritz, Dietrich Helms, Martin Kirnbauer, Stephanie Moisi, Eberhard Nehlsen, Andreas Schlegel, Nicole Schwindt und Andreas Wittenberg.

Pressestimmen

Der Sammelband [...] widmet sich mit dem Lied einer zentralen Gattung der weltlichen Musik in der Frühen Neuzeit. [...] Wichtig vor allem, dass die von Musik und Lied ausgehende gesellige Kultur durchaus nicht erst ein Produkt der Aufklärungskultur ist, sondern urbane Ballungsräume bereits seit dem frühen 16. Jahrhundert von populären Melodien, gedruckten Publikationen und Liedern erfüllt waren.
Holger Böning in: Jahrbuch für Kommunikationsgeschichte, 16/2014