Mordechai Eliav

Jüdische Erziehung in Deutschland im Zeitalter der Aufklärung und der Emanzipation

2001,  Jüdische Bildungsgeschichte in Deutschland,  Band 2,  472  Seiten,  gebunden,  45,50 €,  ISBN 978-3-89325-894-9

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Die vorliegende Schrift, erstmals 1960 in Jerusalem in hebräischer Sprache erschienen, gilt seit vielen Jahren als Klassiker. Die Sprachbarriere hat dazu geführt, dass sie in Deutschland weniger rezipiert werden konnte, als ihr gebührt. Mit dieser Ausgabe steht das Werk des in Köln gebürtigen, israelischen Historikers Mordechai Eliav nun erstmals in deutscher Sprache zur Verfügung.

Obwohl inzwischen durch neuere Darstellungen ergänzt, ist es für die deutsch-jüdische Erziehungs- und Schulgeschichte des 18. und 19. Jahrhunderts bis heute grundlegend. Vor allem wegen der zahlreichen verwendeten Archivalien und anderer schwer zugänglicher Quellen, auf die Eliav seine Darstellung stützt, ist sein Werk bis heute unerreicht. Für regional- und lokalspezifisch vertiefende Forschungen ist es ein unerlässliches Hilfsmittel. Für Leserinnen und Leser mit Interesse an jüdischer Erziehungsgeschichte in Deutschland bietet es einen ausgezeichneten Überblick.

Pressestimmen

Erstmals 1960 hebräisch erschienen, ist dies die bis heute umfassendste Arbeit zur theoretischen und praktischen Entwicklung jüdischer Erziehung seit der Mitte des 18. Jahrhunderts. Sie wird nun in einer sorgfältigen Übersetzung der Duisburger Judaistin M. Strobel - leicht bearbeitet und bibliographisch aktualisiert - auf deutsch vorgelegt. Wenn auch neuere Forschungen, etwa zur jüdischen Aufklärung des 18. Jahrhunderts oder zu einzelnen Orten, inzwischen manche Interpretation und manche Schlussfolgerung nicht mehr unbedingt zwingend erscheinen lassen, wird das Werk doch unentbehrlich bleiben als materialreiche und detaillierte Grundlegung der Erforschung jüdischer Pädagogik im Zeitalter des Übergangs zur Moderne.
Aus: KALONYMOS. 4. Jg. H. 2, 2001.