Wolf Hilzensauer

Wie kommt die Reflexion in den Lehrberuf?

Ein Lernangebot zur Förderung der Reflexionskompetenz bei Lehramtsstudierenden

2017,  Internationale Hochschulschriften,  Band 644,  224  Seiten,  broschiert,  34,90 €,  ISBN 978-3-8309-3693-0

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Den eigenen Unterricht selbstkritisch hinterfragen zu können gilt als Schlüssel für eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Lehrkompetenz. Doch was macht Reflexionskompetenz überhaupt aus und was beinhaltet diese Fähigkeit? In welche Richtung soll was kritisch hinterfragt werden und wie sollen die Erkenntnisse daraus in einen professionellen Entwicklungsprozess übernommen werden? Ist Reflexion überhaupt erlernbar, und wenn ja, wie kann diese Fähigkeit vermittelt werden?
Dokumentiert wird der Entwicklungsprozess eines Lernangebots zur Förderung der Reflexionskompetenz bei Lehramtsstudierenden. Zu diesem Zweck werden die Begriffe Reflexion bzw. Reflexionskompetenz theoretisch untersucht sowie eine innovative Taxonomie für Reflexionskompetenz vorgestellt. Die Taxonomie besteht aus sechs Merkmalen einer professionellen Reflexion, die mit je fünf Niveaustufen kombiniert ein Kategoriensystem für die differenzierte Betrachtung eines reflexiven Gedankens bietet. Gleichzeitig bildet sie den Grundstein für das Lernangebot, bei dem Studierende selbstständig auf Basis ihres eigenen videografierten Unterrichts ihre angehende Lehrkompetenz analysieren und kritisch hinterfragen.

Entwickelt wurde das Lernangebot nach dem Ansatz der Entwicklungsorientierten Bildungsforschung bzw. dem design-based research nach McKenney & Reeves (2012), der ein hohes Maß an theoretischem Verständnis bei gleichzeitiger Praxisnähe garantiert.

Die Transkripte und Auswertungstabellen können Sie hier abrufen.

Pressestimmen

Das vermeintlich alltägliche »Nach-denken« kann durch ein gestuftes Trainingsprogramm erweitert werden, das sich auf sechs Merkmale [...] bezieht und sich in fünf Niveaustufen [...] entfalten soll. – Ein differenziert begründetes und empirisch erprobtes Konzept.
Jörg Schlömerkemper, in: Pädagogik 5/2018, S. 53