Andrea Wilden

Die Konstruktion von Fremdheit

Eine interaktionistisch-konstruktivistische Perspektive

2013,  Interaktionistischer Konstruktivismus,  Band 12,  304  Seiten,  broschiert,  34,90 €,  ISBN 978-3-8309-2851-5

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Im Zeitalter globaler Migration und Vernetzung sowie multikultureller, pluralistischer Gesellschaften sind bisherige Vorstellungen von Fremdheit als „natürlicher“ Gegebenheit bzw. Eigenschaft, die mit vermeintlich klaren Grenzziehungen zwischen Eigenem und Fremdem verbunden sind, zunehmend weniger haltbar.

Aus diesem Grund wird in dieser Arbeit ein Verständnis von Fremdheit begründet, das diese als Konstruktion von Beobachtern versteht, die im Rahmen kultureller, historischer und sozialer Kontexte und Machtverhältnisse verhandelt wird.

Dies geschieht vor dem Hintergrund verschiedener theoretischer Perspektiven, die von der Autorin im Hinblick auf ihr implizites und explizites Verständnis von Fremdheit betrachtet werden und die vor allem auf die Aspekte der wechselseitigen Verflechtung von Selbst & Anderem bzw. Eigenem & Fremdem und auf die Bedeutung des Anderen für die Konstitution des Eigenen hinweisen.

Auf dieser Grundlage wird eine interaktionistisch-konstruktivistische Perspektive auf Fremdheit entworfen, die Dimensionen benennt, in denen die (Re-/De-/)Konstruktionen von Fremdheit erfolgen, zirkulieren und wirken.

Autoreninfo

Andrea Wilden, Jg. 1980, studierte Diplom-Pädagogik an der Universität zu Köln und promovierte mit der vorliegenden Arbeit bei Prof. Dr. Kersten Reich. Sie ist zert. Kulturmittlerin (BMFSFJ), Personalreferentin und Mediatorin (i.A.) und tätig als Projektmanagerin, freie Referentin und Beraterin/Coach. Ihre Studienschwerpunkte sind Interkulturelle Kommunikation, Cultural Studies, Konstruktivismus, der Umgang mit dem Anderen/Fremden und HR-Management.

Pressestimmen

„Die Konstruktion von Fremdheit“ lässt sich als Kompendium zustimmender Argumente zu einer konstruktivistischen Theorie lesen, die zudem eine sympathische Wendung ins Praktische bekommt, indem sie sich moralisch im Lager kämpferischer Demokrat_innen und Menschenrechtsaktivist_innen verortet.
Dorothee Roer auf: www.socialnet.de

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