Markus Tauschek (Hrsg.)

Kulturen des Wettbewerbs

Formationen kompetitiver Logiken

2013,  Kieler Studien zur Volkskunde und Kulturgeschichte,  Band 10,  322  Seiten,  broschiert,  29,90 €,  ISBN 978-3-8309-2727-3

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Wettbewerbe durchdringen viele unserer Lebensbereiche. Als komplexe Praxisformen sind sie in unsere Biographien eingeflochten, sie begegnen uns in großen medialen Inszenierungen, sind grundlegende Organisationsformen des sportlichen Wettkampfs und bilden wirkungsvolle Instrumente einer wirtschaftlichen Ordnung. Wie aber funktionieren Wettbewerbe? Welche Auswirkungen haben kompetitive Muster auf unsere Lebenswelten und unsere Selbstkonzeptionen? Warum sind Wettbewerbslogiken gerade heute so plausibel und erfolgreich und in welchen sozio-kulturellen Kontexten konnten sie sich als Praxis wie als diskursives Muster etablieren?

Die Autorinnen und Autoren dieses Bandes stellen interdisziplinäre Perspektiven auf eine Kultur des Wettbewerbs vor und loten mithilfe empirischer Fallstudien und konzeptioneller Überlegungen das bislang kaum kultur- und sozialwissenschaftlich erforschte Feld kompetitiver Kultur aus.


Mit Beiträgen von

Sabine Eggmann, Ignacio Farías, Brigitte Frizzoni, Mila Ganeva, Daniel Habit, Timo Heimerdinger, Sabine Imeri, Sebastian Kestler-Joosten, Nils Lindenhayn, Matthias Mayer, Andreas Schmidt, Ove Sutter, Markus Tauschek, Dorothea Trebsius, Christoph Ulf und Dietmar J. Wetzel.

Pressestimmen

[D]ass die Leitkategorie des Kompetitiven hier „durchdekliniert“ wird, macht den Reiz des Bandes aus, dessen Beiträge zumeist sehr konzise formuliert sind und anregend argumentieren.
Kerstin Poehls auf H-Soz-u-Kult

ein[...] methodisch-theoretisch besonders anregende[r], programmatische[r] Aufsatz [...] eine nicht-essentialistische Geschichte individueller Leistung [kann] von seinen Vorschlägen zur Analyse von Wettbewerben in mehrfacher Hinsicht profitieren.
Nina Verheyen in: Neue Politische Literatur, 1/2014

Insgesamt besticht der Band durch eine Reihe sehr unterschiedlicher, kulturwissenschaftlich allesamt ertragreicher Beiträge zum Thema „Wettbewerb“. Natürlich bleibt es nicht aus, dass die Aussagekraft, der methodische Zugriff sowie die theoretische Reichweite der Aufsätze sehr unterschiedlich eingeschätzt werden müssen; die Heterogenität der Zugänge stellt aber in diesem Fall eher eine Stärke des Bandes dar.
Sönke Friedereich in: Bayerisches Jahrbuch für Volkskunde, 2016