Peter SchreinerNorbert MetteDirk OesselmannDieter Kinkelbur (Hrsg.)
Paulo Freire
Übersetzt von Ivo Tamm

Pädagogik der Autonomie

Notwendiges Wissen für die Bildungspraxis

2008,  132  Seiten,  broschiert,  9,90 €,  ISBN 978-3-8309-1870-7

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Der Band „Pädagogik der Autonomie. Notwendiges Wissen für die Bildungspraxis“ erscheint erstmals als deutsche Übersetzung aus dem Portugiesischen. Es ist das letzte von Paulo Freire selbst veröffentlichte Buch. Im Original im September 1996 erschienen, kann es als zusammenfassende Darstellung seines gesamten Werkes verstanden werden.

In diesem Buch rückt der Autor die Schule, die Situation der Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrkräfte ins Zentrum der Betrachtungen. Konsequent verbindet Paulo Freire Gesellschaftsutopie, Bildungstheorie und Erziehungspraxis, um auf die für Lehrkräfte notwendigen Kompetenzen hinzuweisen, die für eine kritische, reflektierende Lehr-Lern-Praxis benötigt werden.

Insbesondere für die aktuelle Diskussion um Globales Lernen kann diese engagiert politische und gleichzeitig respektvolle Pädagogik bedeutsame Beiträge leisten. Angesichts der zunehmenden sozialen, kulturellen und religiösen Disparitäten in der Gesellschaft geht es im Bildungsbereich um die von Paulo Freire benannte Option für geschichtliche Veränderungen. Leitend dafür ist die Vorstellung eines Zusammenlebens, das die Autonomie aller Menschen – verstanden als selbstbestimmtes Leben, frei von Unterdrückung – fördert.

Für den deutschen Kontext erhoffen sich die Herausgeber, dass die Perspektive von Paulo Freire auch in anderen Zusammenhängen neue Sichtweisen auf Bildungspraxis eröffnen kann.

Pressestimmen

Das übersetzte, letzte Buch Paulo Freires sollte [...] für die Lehreraus- und -fortbildung ein Muss sein. Es könnte mit dazu beitragen, dass die unbestritten notwendigen Veränderungen unserer traditionellen Schullandschaft endlich vorankommen!
Jos Schnurer unter: socialnet.de

Mit ungebremster Hoffnung verdichten sich in diesem Buch Freires Gedanken einer befreienden Bildung zur Autonomie durch die Reflexion im Dialog. [...] Der besondere Reiz Freires entsteht durch seine kreativen theoretischen Überlegungen, die immer mit praktischem Bezug gedacht werden. [...] Dem Anspruch, die Diskussion über und mit Freire zu beleben und zu bereichern, wird diese abwechslungsreiche Textsammlung gerecht. [...] Es gelingt, Anschlüsse an die hiesigen Debatten u.a. in den Bereichen Schulreform, Lehrerbildung, Zivilgesellschaft und Partizipation aufzuzeigen. [...] Solange sich die Pädagogik ein Selbstverständnis als eigenständige Kraft in der gesellschaftlichen Praxis bewahren will, sind die Ideen Freires von ungebrochener Relevanz.
Benjamin Bunk in: Zeitschrift für Pädagogik und Theologie. 4. 2007.

Die Auseinandersetzung mit dem Band ist [...] in jeglicher Hinsicht als bereichernd anzusehen [...]. Es gehört zu den Verdiensten der Herausgeber und Übersetzer, dieses Buch in verständlicher Form in deutscher Sprache zugänglich gemacht zu haben.
Marcelo Parreira do Amara in: Erziehungswissenschaftliche Revue, 7. Nr. 1.

„Pädagogik der Autonomie" ist das letzte von Paulo Freire selbst veröffentlichte Buch (1196) und ein tolles Vermächtnis eines Mannes, dem wegen seines großartigen Engagements um eine ganzheitliche Bildung/Erziehung von Kindern und Jugendlichen allein von 27 Universitäten der ganzen Welt ein Ehrendoktorat verliehen wurde. So hat dieser Klassiker trotz seines Alters nichts an Attraktivität und Aktualität verloren, fast ist man geneigt zu sagen: Wie eine Flasche guten, alten Weines entfaltet dieses Werk nach der Öffnung mehr und mehr seinen Gehalt.
Sonja Danner in: Das Wort, 3.2008.

Das ist die von Freire immer wieder beschriebene Aufgabe seiner Leserinnen und Leser: ‚wieder zu erfinden, was sie hier vorfinden, und es in der Geschichte lebendig werden zu lassen‘ (Bildung und Hoffnung, S. 153). Was kann ich diesen drei schmalen reichen Bänden besseres wünschen als solche erfindungsreichen und praxisorientierten Leserinnen und Leser.
Gottfried Orth in: Zeitschrift für Internationale Bildungsforschung und Entwicklungspädagogik, H. 2. 2008.

In den Texten – sie sind eine Fundgrube für grundsätzliche Reflexion – werden nicht nur pädagogische Probleme [...] thematisiert. [...] Vielmehr sind es Begriffe wie Autonomie, Dialog, Solidarität, Beziehung, die mit Bildung in Verbindung gebracht werden.
Aus: pro ZUKUNFT, 2009.

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Herausgegeben von Peter Schreiner, Norbert Mette, Dirk Oesselmann, Dieter Kinkelbur
in Kooperation mit Armin Bernhard