Kersten ReichLucia SehnbruchRüdiger Wild

Medien und Konstruktivismus

Eine Einführung in die Simulation als Kommunikation

2005,  Interaktionistischer Konstruktivismus,  Band 3,  222  Seiten,  broschiert,  19,90 €,  ISBN 978-3-8309-1450-1

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Medien sind im deutschen Sprachraum aus konstruktivistischer Sicht meist aus der Sicht radikal-konstruktivistischer Positionen analysiert worden. Dies führte zu einem Defizit sowohl im Anschluss an Kulturtheorien als auch gegenüber umfassender Medienkritik. Diese Arbeit hat einen sozial orientierten Konstruktivismus und konstruktiven Pragmatismus als Hintergrund und betrachtet Medien aus kulturkritischer Sicht. Sie orientiert sich dabei an einem medienkritischen Verständnis, das in Theorie und mit zahlreichen praktischen Beispielen einführend dargestellt wird. Wichtige konstruktivistische Argumentationsfiguren werden für das Thema Medien diskutiert. Dabei werden sowohl Klassiker der Medientheorie wie Flusser, Virilio und Baudrillard umfassend behandelt als auch Tendenzen der Entwicklung der Medien von den Anfängen bis zur Virtualisierung besprochen. Das Thema der Simulation wird breit erörtert und konstruktivistisch in einem eigenen Theorieentwurf interpretiert.

Autoreninfo

Kersten Reich, Prof. Dr. phil., Institut für vergleichende Bildungsforschung und Sozialwissenschaften, Internationale Lehr-/Lernforschung, Universität zu Köln, Arbeits- und Forschungsschwerpunkte: Konstruktivismus und Kulturtheorien,
konstruktivistische und inklusive Pädagogik und Didaktik.

Rüdiger Wild studierte an der Universität zu Köln Diplom-Pädagogik und promovierte bei Prof. Dr. Kersten Reich. Nach mehrjähriger Tätigkeit in der Erwachsenenbildung ist er zurzeit als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Bildungswissenschaft und Medienforschung im Lehrgebiet Lebenslanges Lernen der FernUniversität in Hagen beschäftigt, wo er sich vor allem dem Thema „Neue Medien in der beruflichen Bildung“ widmet.

Pressestimmen

So bietet dies Buch, das seinen roten Argumentationsfaden immer wieder deutlich macht, einen auch für Einsteiger geeigneten, klar strukturierten Überblick über die zentralen Thesen und Perspektiven eines interaktionistischen Konstruktivismus, der einige viel versprechende Anschlussmöglichkeiten für eine vertiefende Weiterführung und konkrete Anwendung in der Praxis bietet.
Aus: Soziologische Revue, 1. 2008.