Ricarda Wackers

Dialog der Künste

Die Zusammenarbeit von Kurt Weill und Yvan Goll

2004,  Veröffentlichungen der Kurt-Weill-Gesellschaft Dessau,  Band 5,  326  Seiten,  broschiert,  29,90 €,  ISBN 978-3-8309-1369-6

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Aus der Zusammenarbeit Kurt Weills mit dem deutsch-französischen Schriftsteller Yvan Goll sind in den Jahren 1925/26 die Kantate Der neue Orpheus und die Oper Royal Palace entstanden. Sie erlebten ihre recht erfolglose Uraufführung Anfang 1927 in Berlin. Bald darauf stellte die Kooperation Weills mit Bertolt Brecht alles andere in den Schatten, und so fanden Der neue Orpheus und Royal Palace nur noch wenig Beachtung. Dies hat sich bis heute kaum geändert.

Diese Studie beschreibt erstmals die Voraussetzungen der bislang im Dunkeln liegenden Kooperation Golls und Weills sowie die beiden Werke. Vorrangiges Ziel ist dabei, die in schlechtem Ruf stehende Oper neu zu bewerten. - Um der Zusammenarbeit eines Komponisten mit einem Schriftsteller möglichst gerecht zu werden, ist die Untersuchung interdisziplinär angelegt. Dabei zeigt sich, dass die Kooperation mit Goll für Weill weit bedeutender war, als bislang angenommen. Und auch für Goll erweist sich vor allem die Oper Royal Palace geradezu als ein Schlüsselwerk.

Autoreninfo

Ricarda Wackers, geb. 1973, studierte Musikwissenschaft, Germanistik und Romanische Philologie in Saarbrücken und Freiburg im Breisgau. Promotion an der Universität Saarbrücken mit vorliegender Arbeit. Daneben Tätigkeiten an der Universität, verschiedene musikwissenschaftliche Publikationen und Arbeit als freie Journalistin. 2002–2004 journalistisches Volontariat.

Pressestimmen

Einen "weißen Fleck" bisheriger Forschung tilgt Ricarda Wackers' Saarbrücker Dissertation zur Zusammenarbeit zwischen Kurt Weill und Yvan Goll - auf die nachdrücklich verwiesen sei. [...] Äußerst gewinnbringende Lektüre, nicht nur für Weill- und Goll-Spezialisten.
Jürgen Schebera in: Österreichische Musikzeitschrift, 5. 2005.

[Wackers] interdisziplinäre Perspektive bezieht Goll- und Weill-Forschung gleichermaßen ein und zeichnet sich insgesamt durch eine klare Sprache, verständliche Darstellung und überzeugende Schlussfolgerungen aus. [...] Auch die Theaterpraxis wird gut daran tun, Ricarda Wackers Studie zur Kenntnis zu nehmen.
Andreas Hauff in: Dreigroschenheft, H.3. 2004.