Jüdische Erziehung und aufklärerische Schulreform

Analysen zum späten 18. und frühen 19. Jahrhundert

2002,  398  Seiten,  E-Book (PDF),  31,40 €,  ISBN 978-3-8309-6194-9

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Aufklärerische Schulreform meint in Erziehungs- und Geschichtswissenschaft bislang meist jene schulischen Reformen, die in den deutschen Territorial- und Kleinstaaten seit den 1760er Jahren von christlichen Aufklärungspädagogen, Beamten und Kirchenmännern initiiert und durchgeführt wurden. Kaum bekannt ist dagegen, dass es in der Geschichte deutschjüdischer Bildung vergleichbare Ansätze zur Erziehungsreform gegeben hat, die parallel zu christlichen Entwicklungen verliefen und von den Vertretern der jüdischen Aufklärung, der Haskala, ausgingen. Der vorliegende Band versammelt – neben dem klassischen, hier erstmals in deutscher Übersetzung vorliegenden Artikel von Ernst A. Simon zum Thema - Beiträge von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus verschiedenen Ländern und Disziplinen. Ihr Gegenstand sind die unterschiedlichen Ansätze zur Reform der traditionellen jüdischen Erziehung, wie sie jüdische Aufklärer von Moses Mendelssohn (1729–1786) bis David Fränkel (1779–1865) damals vorlegten. Zum Tragen kommen dabei vor allem schul- und ideengeschichtliche Perspektiven.