Ansätze, Kontexte und Impulse zu dialogischem Religionsunterricht

Angesichts zunehmender Bedeutung von religiöser Vielfalt und sozialer Heterogenität in Religionsunterricht, Schule und Bildung erfahren Ansätze dialogischen Religionsunterrichts große Aufmerksamkeit. Über den Dialogischen Religionsunterricht in Hamburg hinaus haben sich in vielen Regionen Deutschlands, in der Schweiz und in Österreich Formen dialogischen-interreligiösen Lernens im Religionsunterricht etabliert. Bislang gibt es keine Darstellung, die einen Überblick zu kontextuellen Ansätzen dialogischen Religionsunterrichts gibt. Dieser Band schließt diese Lücke.

Namhafte Religionspädagog*innen sowie Expert*innen aus angrenzenden Wissenschaften stellen etablierte Ansätze dialogischen Religionsunterrichts vor oder präsentieren neue Konzepte, wie Religionsunterricht sich entwickeln muss, um den rasant verlaufenden Prozessen religiöser Pluralisierung, aber auch sozialer Heterogenität gerecht werden zu können. Reflektiert werden Organisationsformen jenseits des konfessionellen Religionsunterrichts, diskutiert wird aber auch die Frage, inwiefern es einen bleibenden Sinn konfessionsbezogenen Lernens geben sollte. Darüber hinaus werden die Möglichkeiten erwogen, Dialog im Religionsunterricht innerhalb eines gemeinsamen Faches, zwischen verschiedenen Fachformaten oder in einem Fach- oder Lernbereich unter Beteiligung verschiedener Fächer zu verankern. Mit der im Band vertretenen Vielfalt von Ansätzen wird eine wichtige Grundlage für weitere Diskussionen zu dialogischem Religionsunterricht geschaffen.

Pressestimmen

[...] verdient die Publikation hohe Anerkennung, denn sie bündelt den aktuellen Diskussionsstand um den Hamburger Weg und bietet vielfältige Anschlussmöglichkeiten, den Diskurs um den DRU auszuweiten, und zwar im Blick auf eine dringend notwendige zukünftige Weiterentwicklung des schulischen Religionsunter-richts insgesamt – weit über den lokalen Kontext der Hansestadt hinaus.
Jan Woppowa, in: Religionspädagogische Beiträge. Journal for Religion in Education 44(2021)1, 95−96, http://dx.doi.org/10.20377/rpb-96.

Der Band versammelt sehr heterogene Beiträge. Klar wird das Problem, das der Religionsunterricht für alle in Hamburg auflösen soll.
rpp-katholisch am 19.11..

Die eigentliche Stärke des Bandes liegt darin, dass die zunächst auf das Hamburger Modell fokussierte Perspektive dadurch geweitet wird, dass das Anregungspotential des Konzepts des dialogischen Unterrichts für den Religionsunterricht in anderen Bundesländern kritisch ausgeleuchtet und die unmittelbare Hamburger Perspektive damit überschritten wird.
Judith Könnemann, in: Theologische Revue 117 (April 2021), S: 15.

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