Therapie vor der Kamera?

Maja Tabea Jerrentrup

Therapie vor der Kamera?

Zum Potential inszenierter Menschenfotografie

2018,  150  Seiten,  broschiert,  mit einigen Abbildungen,  24,90 €,  ISBN 978-3-8309-3926-9

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Modeln liegt im Trend – nicht nur als Beruf, sondern vor allem auch als Hobby. Immer mehr junge Menschen lassen sich für die Kamera inszenieren. Dabei betonen sie, dass ihnen diese Aktivität guttut. Wie ist das möglich? Beim Modeln geht es doch nur um das Aussehen, die Optik, die Oberfläche. Oftmals erhält das (Hobby-)Model schließlich Fotos, auf denen es seiner tatsächlichen Erscheinung nicht einmal ähnlich sieht, auf denen es untypisch agiert - kurz: Fotos, die sich für das private Album, für die visualisierte Lebensgeschichte nicht eignen. Dennoch werden für diese Fotos nicht selten beträchtliche Anstrengungen und Kosten auf sich genommen.

Dieses Buch betrachtet die Szene der inszenierten Menschenfotografie, erörtert die Situation des Fotoshootings und interpretiert beispielhaft einige besonders beliebte Fotothemen. Basierend auf Interviews und Teilnehmender Beobachtung werden Antworten dafür gefunden, warum das Modeln für so viele Menschen offenbar positiven Einfluss auf deren psychisches Wohlbefinden hat.

Autoreninfo

Dr. Maja Tabea Jerrentrup hat an der Universität Trier, am Loyola College Chennai (Indien) und der Universiteit Utrecht (Niederlande) Medienwissenschaft, Ethnologie und Psychologie studiert und 2010 in Visueller Anthropologie promoviert (s.c.l.). Sie arbeitete mehrere Jahre an der Universität Trier als wissenschaftliche Mitarbeiterin, unterrichtete an diversen anderen Institutionen wie der Hochschule Trier, der Macromedia Hochschule Köln, der FOM Köln, der Fotoakademie Köln, dem Loyola College Chennai und der Jamaica Photography Society und verfasste zahlreiche Bücher zum Thema Fotografie. Heute ist sie Fakultätsmitglied am Indian Institute of Photography in Noida bei Dehli, verantwortlich für Bachelor- und Masterstudierende und unterrichtete im Fach "Photography" an der Deutschen POP im Bachelor. Außerdem verfügt sie über eine journalistische Ausbildung (Stipendium Journalistische Nachwuchsförderung) und schreibt als Redaktionsmitglied Beiträge für das Pictures Magazin und als Chefredakteurin für die neue Pictures Science. Als Fotografin hat sie ihre Werke in unterschiedlichen Ländern ausgestellt.

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