Sarah May (Hrsg.)

Platz da!

Praktiken urbaner Verdichtung

2018,  Freiburger Studien zur Kulturanthropologie,  116  Seiten,  broschiert,  mit zahlreichen, meist farbigen Abbildungen,  19,90 €,  ISBN 978-3-8309-3861-3

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Was in vielen deutschen Städten als Problem aufritt, zeigt sich auch in Freiburg – nicht zuletzt aufgrund seiner geografischen Lage und Beliebtheit als Universitätsstadt – besonders deutlich: Raumknappheit und -umnutzung, Verteuerung und Verdichtung. Suchen junge Familien Baugemeinschaften, studentische Gruppen in den sozialen Medien nach neuen Fahrradstellplätzen oder Alteingesessene Distanz zu ihren neuen – vermeintlich reicheren – Nachbarinnen und Nachbarn, so werden in Freiburg zahlreiche jener Praktiken sichtbar, die Menschen anwenden, um in einer zunehmenden räumlichen Enge wohnen, arbeiten und leben zu können.

Dieser Band legt ein Mosaik aus Einzelstudien, das reflektiert, wie urbane Verdichtung geplant, gestaltet, genutzt und bewertet wird. Über dichte Beschreibung und kreative Reflexion von individuellen Einschätzungen und Praktiken gelangt der Band an die Symboliken, Ordnungen und Strukturen der Stadt Freiburg, die deren spezifische Eigenlogik reflektieren – und gleichzeitig als paradigmatisch gelten können für Praktiken und Prozesse anderer Schwarmmittelstädte.