Religiosität: Die dunkle Seite

Christian ZwingmannConstantin KleinFlorian Jeserich (Hrsg.)

Religiosität: Die dunkle Seite

Beiträge zur empirischen Religionsforschung

2017,  294  Seiten,  broschiert,  49,90 €,  ISBN 978-3-8309-3623-7

Mit Beiträgen von
Anton A. BucherJulie J. ExlineBarbara HaslbeckFlorian JeserichPeter KaiserConstantin KleinBeate KüpperEric D. RoseIna WunnAndreas ZickChristian Zwingmann

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Religion ist ein zutiefst ambivalentes Phänomen, das zugleich Chancen und Risiken birgt. Der vorliegende Band nimmt – auf empirischer Grundlage – explizit die Schattenseiten von Religiosität in den Blick. Dabei wird in drei Abschnitten Religiosität als individuelle Belastung, Religiosität als zwischenmenschliche Belastung und belastende Religiosität in spezifischen Kontexten untersucht. Im Einzelnen behandeln die insgesamt zehn Beiträge in diesem Band die folgenden Themen: negative Gottesbilder, „ekklesiogene Neurose“, religiöse/spirituelle Konflikte, rigides Kohärenzgefühl, Religiosität und Vorurteile bzw. „gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“, religiösen Fundamentalismus, Religiosität im Kontext sexuellen Missbrauchs, „pathologische Religiosität“ im psychiatrischen Kontext sowie Konflikte zwischen Religion und Schulmedizin.

Pressestimmen

Der vorliegende Band nimmt auf empirischer Grundlage explizit die Schattenseiten von Religiosität in den Blick und zeigt ihre belastenden Aspekte auf: Religiosität als individuelle Belastung - Religiosität als zwischenmenschliche Belastung - Belastende Religiosität in spezifischen Kontexten (vgl. Inhaltsverzeichnis). Die Kenntnis dieser "dunklen" Seiten von Religiosität ist insbesondere auch für Regionspädagog/inn/en wichtig, um nicht naiv einer weit verbreiteten religionspädagoischen Meinung aufzusitzen, dass Religiosität für eine gesunde menschliche Entwicklung geradezu zwingend notwendig sei.
Dieter Bach, lehrerbibliothek.de. http://lbib.de/Religiositaet-Die-dunkle-Seite-Beitraege-zur-empirischen-Religionsforschung-97964

Das Buch eignet sich hervorragend zur interdisziplinären Horizonterweiterung. Es ist bereits für Studierende insbesondere der (Religions)-pädagogik, Religionswissenschaft, Theologie, Medizin, Sozialen Arbeit und Psychologie geeignet und bietet auch erfahrenen Praktiker*innen aus diesen Bereichen, die mit Jugendlichen und Erwachsenen arbeiten, sowie allen am Thema Interessierten, neue Erkenntnisse und vielfältige Anregungen. Den Autor*innen ist es gelungen, die komplexe und vielschichtige Thematik sowohl differenziert als auch anhand von Tabellen, Abbildungen und zahlreichen Fallbeispielen und Interviewauszügen anschaulich darzustellen. In jeweils unterschiedlicher Schwerpunktsetzung verbinden die Beiträge Schilderung und Reflexion sehr persönlicher Erfahrungen mit fachlicher Reflexion aus dem Blickwinkel der jeweiligen Expertise der Autor*innen. Besonders angenehm ist die auch für Leser*innen aus anderen Fachbereichen fast durchgehend sehr gut verständliche Schreibweise der Beiträge. [...] Die hohe Qualität der Aufmachung des Buches und die angenehme Schriftgröße tun ein Übriges, um den/die Leser*in dieses Werk gerne zur Hand nehmen zu lassen.
Corinna Schmohl, in: Theologie für die Praxis 42 1-2/2016, S. 113.

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