Friederike Benthaus-ApelSabine GrenzVeronika EufingerAlbrecht SchöllNicola Bücker

Wechselwirkungen: Geschlecht, Religiosität und Lebenssinn

Qualitative und quantitative Analysen anhand von lebensgeschichtlichen Interviews und Umfragen

2017,  320  Seiten,  broschiert,  34,90 €,  ISBN 978-3-8309-3410-3

zurück zur Übersicht

Religionen, Religiosität und religiöse Praktiken haben in den letzten zwei Jahrzehnten an Sichtbarkeit gewonnen. Im Zuge dessen wird die Säkularisierungsthese, die lange als gültige Beschreibung für die Entwicklung modernisierter Gesellschaften galt, kontrovers diskutiert und weiterentwickelt. In welchem Zusammenhang stehen Geschlecht, Religiosität und Lebenssinn in diesem postsäkularen Rahmen? Welche Subjektivierungs- und Fremdzuschreibungsprozesse liegen der Vergeschlechtlichung von Personen im Hinblick auf Sinnstiftung, Religiosität, Spiritualität und Kirchlichkeit zugrunde? Diese Fragestellungen werden im Rahmen dieser Studie sowohl qualitativ als auch quantitativ untersucht. So werden einerseits lebensgeschichtliche Interviews evangelisch sozialisierter oder im evangelischen Kontext engagierter Personen und andererseits repräsentative Umfragedaten des ALLBUS 2012 bearbeitet, um die Zusammenhänge zwischen Geschlecht, christlicher Religiosität und Lebenssinn zu erklären. Die Ergebnisse zeigen vielfältige Bezüge zwischen Geschlechterkonstruktionen und individueller Sinnstiftung.

Autoreninfo

Friederike Benthaus-Apel, Dr. phil., Professorin für Soziologie an der Evangelischen Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe. Arbeitsschwerpunkte: Religionssoziologie, Soziale Ungleichheitsforschung, Genderforschung.

Sabine Grenz, Dr. phil., Professorin für Gender Studies an der Universität Wien und Gastprofessorin an der Georg-August-Universität Göttingen. Arbeitsschwerpunkte: Säkularität/Religion, kommerzielle Sexualität, Epistemologie und qualitative-empirische Methodologie der Gender-, Diversitäts- und Intersektionalitätsforschung.

Veronika Eufinger, M.A., wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für angewandte Pastoralforschung der Ruhr-Universität Bochum und Doktorandin am Centrum für Religionswissenschaftliche Studien. Arbeitsschwerpunkte: die Verbindung qualitativer und quantitativer Methoden der Sozialforschung, Religion und Geschlecht, Religionspsychologie.

Albrecht Schöll, Dr. phil., wissenschaftlicher Mitarbeiter am Comenius-Institut, Ev. Arbeitsstätte für Erziehungswissenschaft e.V., in Münster. Arbeitsschwerpunkte: Biografieforschung, Religionssoziologie, Jugendsoziologie.

Nicola Bücker, Dr., wissenschaftliche Mitarbeiterin am Comenius-Institut, Ev. Arbeitsstätte für Erziehungswissenschaft e.V., in Münster. Arbeitsschwerpunkte: empirische Bildungsforschung mit Schwerpunkt Bildungsberichterstattung, quantitative und qualitative Methoden, Einstellungsforschung.