Gottesacker-Geschichten als Gedächtnis

Stephanie Böß

Gottesacker-Geschichten als Gedächtnis

Eine Ethnographie zur Herrnhuter Erinnerungskultur am Beispiel von Neudietendorfer Lebensläufen

2015,  Studien zur Volkskunde in Thüringen,  Band 6,  498  Seiten,  broschiert,  mit farbigem Bildteil,  39,90 €,  ISBN 978-3-8309-3357-1

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In der pietistischen Glaubensgemeinschaft der Herrnhuter Brüdergemeine ist seit der Mitte des 18. Jahrhunderts bis heute jedes Mitglied dazu angehalten, vor seinem Tod einen Lebenslauf zu verfassen, der beim Begräbnis verlesen und anschließend archiviert wird. Der in dieser Studie unter dem Begriff „Gottesacker-Geschichten“ zusammengefasste Lebenslaufbestand der thüringischen Ortsgemeinde Neudietendorf bildet die Quellengrundlage für eine historische Ethnographie brüderischer Erinnerungskultur. Vor dem Hintergrund der kulturwissenschaftlichen Gedächtnisforschung werden von Stephanie Böß die Lebensläufe quellenkritisch als Medien eines kollektiven Gedächtnisses interpretiert und ausgewählte Leitlinien des Erinnerns unter den Schlagworten Brüderisch werden – Brüderisch leben – Brüderisch glauben – Brüderisch sterben inhaltlich analysiert. Ein Blick auf Erinnerungskultur und Gedächtnis in der Herrnhuter Brüdergemeine heute rundet die ethnographische Darstellung ab.

Pressestimmen

[…] dieses Buch […] ist […] eine wahre Fundgrube an bisher unerschlossenem Material, bietet darüber hinaus aber auch gute Denkanstösse zur „Herrnhuter Erinnerungskultur“. […] das Werk [ist] nicht bloss eine weitere Monographie über Herrnhuter Lebensläufe – […] Den Grossteil des Buches nimmt die hervorragende und gut thematisch geordnete Darstellung von Passagen aus Lebensläufen ein. Ausserdem besticht der Abschnitt über neuere Jubiläen und deren Umgang mit der Geschichte […]
Volker Schulz in: herrnhuter, 11/2016

Den Grossteil des Buches nimmt die hervorragende und gut thematisch geordnete Darstellung von Passagen aus Lebensläufen ein. Allein für diesen Abschnitt lohnt es sich, das Buch zu lesen. Die hilfreiche äussere Gestaltung tut das ihrige, damit sich diese Teyte leicht und flüssig lesen lassen.
Volker Schulz, in: Internationaler Theologischer Dialog 23/24 (2015/2016).

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