Richtig rauchen

Anke Lipinsky

Richtig rauchen

Zur medikalen Logik und kulturellen Praxis des Zigarettenrauchens

2015,  Regensburger Schriften zur Volkskunde/Vergleichenden Kulturwissenschaft,  Band 27,  316  Seiten,  broschiert,  34,90 €,  ISBN 978-3-8309-3083-9

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Unter dem Einfluss kultureller und gesundheitspolitischer Normierungen ändern sich Bedeutungen und Akzeptanz „risikoreicher“ Selbsttechniken. In westlichen Gesellschaften entwickelt sich das Zigarettenrauchen zunehmend zu einem Negativsymbol. Es steht den akzeptierten Leitwerten „Gesundheit“ und „Verantwortung“ eines individualbezogenen Gesundheitsverständnisses entgegen.

„Richtig rauchen“ zeigt am Beispiel des Zigarettenrauchens, wie sich der Umgang mit Selbstverantwortung und Gesundheit in studentischen Lebenswelten der Gegenwart darstellt. Außerdem legt Anke Lipinsky dar, mithilfe welcher Parameter Raucherinnen und Raucher in studentischen Lebenswelten die gesellschaftlich erwartete gesundheitliche Verantwortung für das Selbst verhandeln und wie Erlebnisnarrative Brücken zwischen medialen Logiken und kulturellen Praktiken bauen.

Pressestimmen

In der Summe liegt eine instruktive […] Studie vor, die den medikalkulturellen Diskurs gerade deshalb bereichert, weil sie die alltagskulturelle Tiefe und Komplexität der Rauchpraxis verdeutlicht und jene somit weniger als widersprüchlich denn als mehrdeutig analysiert.
Timo Heimerdinger in: Rheinisch-westfälischen Zeitschrift für Volkskunde, 2016

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es der Autorin überzeugend aufzuzeigen gelingt, dass Rauchpraktiken und auch Bewertungen des Tabakkonsums vielmehr einer subjektiven Logik der Befragten im Studierendenmilieu unterliegen als den rationalen, aber oftmals doch holzschnittartig gehaltenen Erklärungsmustern und Verhaltensrollen, wie sie von Institutionen und Fürsprechern der Gesundheitsvorsorge vertreten werden. [...] Damit stellt die Studie einen Zugewinn für die medikalkulturelle Forschung dar [...].
Matthias Fieder, in: