Geschlecht und Vielfalt in Schule und Lehrerbildung

Verona EisenbraunSiegfried Uhl (Hrsg.)

Geschlecht und Vielfalt in Schule und Lehrerbildung

2014,  240  Seiten,  broschiert,  24,90 €,  ISBN 978-3-8309-3058-7

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Bei der Optimierung vieler Lehr- und Lernprozesse spielen Gender- und Diversitätskompetenzen eine wichtige Rolle. So ermöglicht eine gendersensible Bildungsarbeit, unterschiedliche Interessen von Mädchen und Jungen als gleichwertig anzuerkennen und zugleich individuelle Persönlichkeitspotentiale auszuschöpfen. Umso verständlicher, dass die Verantwortung der Lehrkräfte sowie die Anforderungen an einen Unterricht, der diese Faktoren berücksichtigt, stetig wachsen.

An dieser Stelle knüpft dieser Band an, der auf das dritte Gender-Schule-Symposium (Marburg, 2013) zurückgeht. Folgende Fragestellungen werden behandelt: Wie muss die (Aus-)Bildung von Lehrkräften mit dem Ziel einer höheren Gender- und Diversitätskompetenz konzipiert sein? Wie groß ist der Einfluss soziokultureller Faktoren auf den Bildungserfolg? Wie verhält es sich mit der Sichtbarkeit von lesbischen, schwulen und bisexuellen Lebensweisen in Schule und Unterricht? Wie kann die Unterrichtsqualität in den MINT-Fächern verbessert werden?

Die thematische Vielfalt dieser und vieler weiterer Beiträge spiegelt die aktuellen Forschungsdiskussionen wider und führt dem Leser deren Aktualität und Brisanz vor Augen. Der Band möchte alle, die an Erziehungs- und Bildungsprozessen beteiligt sind, für dieses komplexe Thema interessieren und sensibilisieren und so dessen gesamtgesellschaftliche Bedeutung in den Fokus rücken.

Pressestimmen

Die Beiträge bieten sowohl aufschlussreiche Analysen als auch Anregungen für die Unterrichtspraxis auf dem aktuellen Stand der Forschung.
Aus: Newsletter der Vernetzungsstelle für Gleichberechtigung, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte, Januar 2015

Die Erwartung bzw. Herausforderung, mit differenten individuellen Bedürfnissen anerkennend umzugehen, sie gleichwohl nicht (negativ) diskriminierend zu betonen, sie nicht auf einzelne Dimensionen zu verkürzen, sondern das Zusammenspiel verschiedener Aspekte im Blick zu behalten und das alles nicht hinter wohlfeilen Kategorien wie »Vielfalt« oder gut klingenden Konzepten wie »Individualisierung« verschwinden zu lassen, dies wird mit hohem reflexivem Anspruch erörtert.
Jörg Schlömerkemper in: PÄDAGOGIK, 2/2015