Forschung über Evaluation

Jan Ulrich HenseStefan RädikerWolfgang BöttcherThomas Widmer (Hrsg.)

Forschung über Evaluation

Bedingungen, Prozesse und Wirkungen

2013,  282  Seiten,  broschiert,  29,90 €,  ISBN 978-3-8309-2829-4

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Evaluation hat sich in den vergangenen Jahren in unterschiedlichen gesellschaftlichen Handlungsfeldern als wissenschaftsgestützte Methode zur Bewertung von Prozessen, Wirkung und Nutzen sozialer Praxis etabliert. Zwangsläufig stellen sich beim Einsatz von Evaluationen auch immer Fragen nach ihrem optimalen Einsatz und Nutzen: Wie kommt es zu Evaluationsaktivitäten und wie lässt sich Evaluation am besten gestalten? Welche Ausgangsbedingungen sind hilfreich? Wie wird mit Evaluationsergebnissen umgegangen?

In jüngerer Zeit werden diese Fragen zunehmend in empirischen Forschungsarbeiten aufgegriffen. Dieser Band stellt eine transdisziplinäre Plattform für Forschungsprojekte bereit, die Evaluationen und Evaluationssysteme als Ganzes oder in Teilaspekten zum Gegenstand haben. Mittels vielfältiger theoretischer und methodischer Zugänge untersuchen die Autorinnen und Autoren Evaluationsaktivitäten in Anwendungsfeldern wie Schule, Hochschule, Weiterbildung, Mentoring, Sozialer Arbeit oder Entwicklungszusammenarbeit. Vertreten sind dabei verschiedene Fachdisziplinen wie Pädagogik, Psychologie, Politikwissenschaft oder Soziologie.

Der Sammelband macht die Vielfältigkeit bisher vorliegender Arbeiten sichtbar und trägt damit zur Etablierung einer übergreifenden „Forschung über Evaluation“ bei. Diese ist nicht nur von akademischem Interesse, sondern dient auch der weiteren Professionalisierung des Handlungsfelds Evaluation.


Mit Beiträgen von

Wolfgang Böttcher, Kathrin Frey, Holger Gärtner, Jan Hense, Nina Hogrebe, Miriam Sharon Keune, Ursula Koch, Wolfgang Meyer, Matthias Müller, André Nowakowski, Philipp Pohlenz, Stefan Rädiker, Jörg Rech, Mary Sandermann, Sabrina Schulz, Markus Seyfried, Thomas Widmer.

Pressestimmen

Der Sammelband stellt aktuelle Forschungsresultate zu Evaluationen in verschiedenen Bereichen dar. Einerseits werden in einzelnen Beiträgen ausgewählte Aspekte anhand der Input-Process-Outcome-Logik vorgestellt und dies zu unterschiedlichen Themenfeldern wie Erziehungswissenschaft, Soziale Arbeit oder Politikwissenschaft. Andererseits werden im vierten Teil Resultate zu übergreifenden Fragestellungen präsentiert und weiterführende Fragen für die Forschung über Evaluation formuliert.[...] Gleichzeitig ist die Vielfalt der empirischen Zugänge der vorgestellten Studien und Fragestellungen aus methodischer Sicht hervorzuheben.
Insgesamt ein interessanter Sammelband, der Einblick in die vielfältige Forschung über Evaluation ermöglicht und wichtige Fragen zur Weiterentwicklung der Forschung über Evaluation stellt.
Roland Baur auf: socialnet.de

Forschung über Evaluation kann auch zum Ziel haben, zu einer verbesserten Evaluationspraxis beizutragen. In diesem Sinne regt das vorliegende Buch durchaus dazu an, die Evaluationspraxis kritisch zu hinterfragen, und zeigt mehrere Aspekte für die Selbstreflexion auf.
Iris Stucki und Caroline Schlaufer in: LEGES,1/2014

Eine methodisch fundierte Zwischenbilanz in verschiedenen Praxisfeldern.
Jörg Schlömerkemper in: Pädagogik, 6/2014

[A]ls zentrale Erkenntnis [kann] festgehalten werden, dass sorgfältige kommunikativ gerahmte Nutzungsvorbereitung und die dafür erforderlichen Kompetenzen der Evaluierenden ausschlaggebend sind dafür, dass Evaluationen eine hohen sozialen Wert erlangen können. Selbstverständlich sind auch empirisch-methodische Kompetenzen von Belang – und hier gibt die Dominanz der in den Beiträgen vorzufindenden Einschätzskalen zu denken. Dass derlei Schlüsse herausgearbeitet werden können, belegt, dass das Buch die versprochene Basis tatsächlich schafft, professionelle Evaluation evidenzbasiert weiterzuentwickeln.
Wolfgang Beywl in: Zeitschrift für Evaluation, 2/2014