Hamid Reza Yousefi

Die Bühnen des Denkens

Neue Horizonte des Philosophierens

2013,  Waxmann Studium,  260  Seiten,  broschiert,  24,90 €,  ISBN 978-3-8309-2821-8

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Der Autor diskutiert in leicht verständlicher Sprache verschiedene Kulturtheorien der Gegenwart, analysiert die Frage nach Sinn und Funktion des Philosophierens und führt in die islamische Philosophie ein. Ohne Vorkenntnisse vorauszusetzen, wird dem Leser ein fundierter Einstieg in Struktur, Methoden und Aufgaben der interkulturellen Philosophie ermöglicht. Das Werk entfaltet neue Horizonte des Denkens und eignet sich für das Selbststudium. Es ist strukturiert durch didaktische Aufbereitung mit Beispielen, Erklärungsversuchen, Merkkästen und Abbildungen. Übungsaufgaben vervollständigen jeden Abschnitt. Dieses Lehrbuch wendet sich nicht nur an die Studierenden der Philosophie und Kulturwissenschaften, sondern auch an interessierte Laien, die ihre Kenntnisse über andere Kulturen erweitern und vertiefen möchten.


rpi-virtuell, die überkonfessionelle Plattform für Religionspädagogik und Religionsunterricht, hat diese Arbeit zum Buch des Monats September gekürt.

Autoreninfo

Dr. Hamid Reza Yousefi ist Privatdozent für Geschichte der Philosophie und Interkulturelle Philosophie an der Universität Koblenz. Zudem ist er Initiator und Leiter des Instituts zur Förderung der Interkulturalität in Trier sowie Initiator und Herausgeber der Schriften „Interkulturelle Bibliothek“, „Studien zur Weltgeschichte des Denkens“ und „Philosophische Perspektiven“.

Pressestimmen

Dieses Buch ist deshalb so hilfreich, weil hier in leicht verständlicher Sprache Kulturtheorien der Gegenwart diskutiert werden und von daher die Frage nach dem Sinn des interkulturellen Philosophierens gestellt wird. Damit legt der Verfasser den Weg zu einem Geschichtsbewusstsein frei, das sich für kritische Diskurse offenhält, aber noch mehr: Er baut korrelativ ein systematisch-dialogisches Strukturmuster auf, in dem Texte, Quellen und Themenfelder ausführlich berücksichtigt werden. Dies dürfte darum das erste didaktisch ausgerichtete Buch der Interkulturellen Philosophie im deutschsprachigen Raum sein und weist damit in neue und ungewohnte Denkhorizonte ein – gerade in den Bezügen zwischen Orient und Okzident.
Reinhard Kirste auf: www.buchvorstellungen.blogspot.de

Es ist [...] das vorliegend besprochene Buch Yousefis, welches diesen nötigen inter- und transdisziplinären Blick schärft und zur Grenzüberschreitung auffordert. Ob es in einer globalisierten Welt, in der neu aufflammende nationale Tendenzen Bedeutung beanspruchen, in einer Übergangsepoche vom egozentrierten zu einem gemeinschaftlichen Denken ein Wegweiser sein kann, wird erst die Zukunft zeigen müssen. Deutlich für die Gegenwart ist aber bereits, daß das Werk empfänglich macht für eine Sichtweise, in der die Grundlagen des menschlichen Denkens und Handelns nicht mehr in hermetisch abgeschlossenen „Kulturkreisen“ bestehen muß, sondern in kultureller Öffnung verstanden werden kann. Insofern ist das Buch ein Aufruf, „das Eigene“ nicht auf Kosten „des Anderen“ - beispielsweise durch Diskriminierung, Exklusion oder gar Intersektionalität - zu konstruieren, sondern in der vermeintlichen Gefahr „des Anderen“ vielmehr eine Möglichkeit zur Be- und Anreicherung „der eigenen“ Selbstkonzeption zu sehen, ohne daß dabei eine grundlegende Selbstinfragestellung oder gar ein „Selbstdefaitismus“ Platz greifen müßte.
Claus Heinrich Bill unter Institut Deutsche Adeslforschung