Nicolas DeteringMichael FischerAibe-Marlene Gerdes (Hrsg.)

Populäre Kriegslyrik im Ersten Weltkrieg

2013,  Populäre Kultur und Musik,  Band 7,  270  Seiten,  broschiert,  34,90 €,  ISBN 978-3-8309-2740-2

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Die populäre Kriegslyrik des Ersten Weltkriegs war ein Instrument der Propaganda wie der Sinnstiftung. Lyrische Formen ermöglichten es, Nationalismus und Militarismus, aber auch Trauer und Trost angesichts des massenhaften Sterbens mit dem „Schein des Schönen“ zu umgeben. Die Gattungen, Publikationsformen und Autoren waren vielfältig; die Gesamtproduktion an Gedichten und Liedern kaum überschaubar – von Eisenbahnwaggon-Aufschriften bis hin zu Balladen.

Dieser Band sondiert das Feld aus einer interdisziplinären und kulturwissenschaftlichen Perspektive.


Mit Beiträgen von

Nicolas Detering, Michael Fischer, Aibe-Marlene Gerdes, Hermann Kurzke, Eberhard Sauermann, Christiane Schäger, Carolin Stahrenberg und Tobias Widmaier.

Pressestimmen

Das Verdienst des Bandes ist es, den Blick für auch abgelegenes, mitunter noch gar unerforschtes Textmaterial zu öffnen, [...] der Band [erbringt] neue Einsichten in die breite Produktion von Kriegslyrik [...], deren weitere methodische Aufarbeitung und Perspektivierung künftig unerlässlich ist.
Christian Meierhofer in: Zeitschrift für Germanistik, 3. 2014

Historische populäre Kulturerscheinungen finden aufgrund ästhetischer Vorlieben in der Forschung nicht vorrangig Berücksichtigung, deshalb kommt der Veröffentlichung von Detering, Fischer und Gerdes ein besonderes Verdienst zu, das Phänomen der populären Kriegslyrik des Ersten Weltkriegs aus verschiedenen Perspektiven heraus darzustellen. In der Überschau über die versammelten Aufsätze wird dabei einmal mehr zu Bewusstsein gebracht, welch bedeutende Rolle dem Lied bei der Vereinnahmung von Menschen und ihren Gefühlen zukommt.
Astrid Reimers in: Bayerisches Jahrbuch für Volkskunde, 2014

Die vorliegende Aufsatzsammlung präsentiert eine aspektreiche Zusammenstellung verschiedener Facetten populärer Kriegslyrik im Ersten Weltkrieg und antwortet in programmatischer Form auf Desiderate der literarischen Kriegsforschung. Den Leser erwartet ein interessantes und wichtiges Buch, das dank seines interdisziplinären Ansatzes eine Vielzahl von Bibliotheken unterschiedlicher geisteswissenschaftlicher Disziplinen bereichern wird.
Tina Vogel in: Lied und populäre Kultur, 59/2015