Yasemin KarakaşoğluMirja GruhnAnna Wojciechowicz

Interkulturelle Schulentwicklung unter der Lupe

(Inter-)Nationale Impulse und Herausforderungen für Steuerungsstrategien am Beispiel Bremen

2011,  340  Seiten,  broschiert,  34,90 €,  ISBN 978-3-8309-2567-5

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In der Folge von PISA und der damit verbundenen flächendeckenden Erkenntnis, dass soziale Schicht und nicht-deutsche Muttersprache besonders wirkmächtige Faktoren der Bildungsbenachteiligung in Deutschland sind, wurden in vielen Bundesländern eine Vielzahl von Projekten und Maßnahmen eingeleitet, die die Förderung – meist konzentriert auf die Förderung in der deutschen Sprache – von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund zum Ziel haben. Diese bewirken jedoch an sich noch keinen Wandel im Selbstverständnis von Schule im Umgang mit der lebensweltlichen Normalität sprachlich-kultureller Heterogenität ihrer Schülerinnen und Schüler. Die hier vorgelegte Regionalstudie setzt dazu einen Kontrapunkt und zeigt am konkreten Beispiel Bremens, wie die punktuell-kompensatorische Migrantenförderung zugunsten einer konzeptionellen Neuorientierung auf der Systemebene der Schule überwunden werden müsste. Theoretische und empirische Basis ist eine differenzierte Auseinandersetzung mit Forschungsergebnissen zur interkulturellen Schulentwicklung, Konzepten durchgängiger Sprachbildung, erfolgreichen Steuerungsstrategien internationaler Schulmodelle (England, Kanada, Schweiz) und nationaler Best-Practice-Beispiele.

Autoreninfo

Prof. Dr. Yasemin Karakaşoğlu ist seit 2004 Hochschullehrerin für Interkulturelle Bildung an der Universität Bremen und seit 2011 Konrektorin für Internationalität und Diversität. Ihre Arbeitsschwerpunkte in Forschung und Lehre sind: Umgang mit migrationsbedingter Diversität an Schulen und Hochschulen (Schwerpunkt LehrerInnenbildung), Islam im Kontext von Schule, Transkulturelle Frauenforschung (Schwerpunkt Türkei).

Mirja Gruhn, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachbereich Germanistik der Universität des Saarlandes im Fachgebiet Deutsch als Fremd- und Zweitsprache.

Anna Wojciechowicz, Dipl. Päd., wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachbereich Erziehungs- und Bildungswissenschaften der Universität Bremen im Arbeitsbereich Interkulturelle Bildung.

Pressestimmen

Die Publikation bietet [...] wissenschaftliche[...] Erkenntnisse [...], verarbeitet [...] übersichtlich in praktischer Absicht und informiert über Modelle, Best-Practice-Beispiele und strukturelle Voraussetzungen interkultureller, besser inklusiver Bildungsarbeit. Das Buch gibt deshalb eine gute Arbeits- und Diskussionsgrundlage für Praktiker/innen auf verschiedenen Handlungsebenen ab, kann aber auch bei der wissenschaftlichen Politikberatung dienlich sein.
Georg Auernheimer auf: socialnet.de

Das Buch „Interkulturelle Schulentwicklung unter der Lupe“ ist eine informative und umfassende Handreichung für Leserinnen und Leser sowohl in Wissenschaft und Forschung als auch an der Schnittstelle von Forschung und Praxis. Mit der Konzeptentwicklung befassten Personen kann es Anregungen geben, für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler stellt es übersichtliche Forschungsstände zusammen. Die Schwerpunktlegung auf schulstrukturelle Maßnahmen, ebenso wie die eindeutige Formulierung des Ziels Chancengleichheit als normative Voraussetzung (Interkultureller) Schulentwicklung sowie die notwendigerweise vorangegangene Diagnose von Bildungsbenachteiligung bestimmter Gruppen von Schülern und Institutioneller Diskriminierung stellen Stärken des Buches dar.
Katrin Huxel auf: ="http://http://www.klinkhardt.de/ewr/978395414013.html" target="_blank">Erziehungswissenschaftliche Revue, 3/2014